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30 Teilnehmer von Yoga-Zentrum auf Mallorca im Quarantäne-Hotel

20:03
02.11.2021
Nach einem Corona-Ausbruch bei einem Yoga-Zentrum (Retreat) auf Mallorca sind 30 Menschen in ein Quarantäne-Hotel gebracht worden. Die meisten Betroffenen seien Ausländer ohne Wohnsitz auf der spanischen Insel, sagte die balearische Gesundheitsministerin Patricia Gómez am Dienstag vor Journalisten bei der Präsentation eines Impf-Busses in Palma.

Sie seien allerdings nicht alle positiv getestet worden, betonte sie. Konkrete Zahlen nannte Gómez nicht. Auch weitere Details, etwa zur Nationalität der Betroffenen und zu dem Ort des Ausbruchs, verriet die Regionalministerin nicht.

«Im Prinzip waren die meisten Testergebnisse negativ. Es gibt nur wenige Ansteckungen. Aber in solchen Fällen muss man schnell handeln», wurde Gómez in der Zeitung «Diario de Mallorca» zitiert. Die Aktion, bei der insgesamt rund hundert Menschen getestet und einige unter anderem auch zu Hause in Quarantäne geschickt worden seien, sei von der Ansteckung eines Yoga-Lehrers ausgelöst worden.

«Man darf nicht nachlässig werden. Man muss weiterhin Vorsicht walten lassen und so viele Menschen wie nur möglich impfen», sagte die Ministerin. Aufgrund der guten Nachrichten in Zusammenhang mit der Pandemie gebe es bei den Bürgern auf den Balearen eine gewisse Nachlässigkeit, was die Vorsichts- und Schutzmaßnahmen angehe.

Anders als in Deutschland und anderen Ländern bleiben die Corona-Zahlen auf Mallorca und in ganz Spanien seit Wochen auf relativ niedrigem Niveau stabil. Die Zahl der Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde am Dienstag in Spanien mit 23 angegeben, auf den Balearen lag der Wert bei 43. In Deutschland betrug die Inzidenz nach Angaben des Robert Koch-Instituts 153.

(dpa)

Höchste Alarmstufe in Niederlanden: Erneut Maskenpflicht

20:02
02.11.2021
Angesichts schnell steigender Infektions- und Patientenzahlen verschärfen die Niederlande erneut die Corona-Maßnahmen. Die Maskenpflicht wird wieder für alle öffentlich zugängliche Orte wie Geschäfte oder Friseure eingeführt, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag an. Auch der Corona-Pass wird für mehr Orte verpflichtend. Bürger sollen auch wieder den Sicherheitsabstand von 1,5 Meter wahren.

Erst vor gut einem Monat hatte das Land viele Maßnahmen aufgehoben und etwa die 1,5 Meter-Regel abgeschafft. Daraufhin waren die Infektionszahlen schnell gestiegen. Die Lage gilt nun als ernsthaft, es gilt die höchste Warnstufe. Rutte appellierte an die Bürger, sich an die Regeln zu halten. «Alles hängt von unserem eigenen Verhalten ab».

Menschen müssen nicht mehr nur in Gaststätten, Kinos und Theatern nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Der Corona-Pass gilt dann auch etwa für Sportclubs, Fitnesscenter und Zoos. Masken müssen künftig auch wieder in Bibliotheken, auf Bahnhöfen, in Krankenhäusern und an Hochschulen getragen werden.

In den vergangenen sieben Tagen war die Zahl der Infektionen um 39 Prozent im Vergleich zur Vorwoche auf fast 54 000 gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nun bei 313. In den Krankenhäusern wurden in den vergangenen sieben Tage etwa 50 Prozent mehr Covid-Patienten eingeliefert, so viel hatte es seit Mitte Mai nicht gegeben, teilte das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM mit. Inzwischen ist die Lage an vielen Krankenhäusern so prekär, dass erneut hunderte Operationen abgesagt wurden.

Auch die Zahl der Todesopfer nimmt den Angaben zufolge zu. In der vergangenen Woche starben 102 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion. Etwa 20 Prozent der Niederländer über 12 Jahre sind nicht geimpft.

(dpa)

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