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Impf-Schlusslicht Südtirol vor neuen Corona-Einschränkungen

17:44
16.11.2021
Wegen ansteigender Corona-Zahlen und der schlechtesten Impfquote in Italien steht Südtirol vor neuen Einschränkungen im öffentlichen Leben. In der autonomen Provinz im Norden des Landes wurde am Dienstag mit 390 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz Italiens registriert, wie Gesundheitslandesrat Thomas Widmann mitteilte. «Aus den vergangenen Corona-Wellen wissen wir, wie schnell die Situation entgleisen kann. Mit einer solchen Situation werden wir uns möglicherweise in Kürze auseinandersetzen müssen», sagte er.

Nur rund 68 Prozent der Südtiroler sind gegen Covid-19 vollständig geimpft, das sind deutlich weniger als der italienische Durchschnitt (76,8). «Die Lage ist nicht gut - wir riskieren, sehenden Auges einer Überlastung der Krankenhäuser entgegenzugehen», warnte Arno Kompatscher, der Landeshauptmann und damit Regierungschef in der auch in Deutschland beliebten Touristenregion in den Alpen.

Wegen der Entwicklung dürfte Südtirol in dem landesweit etablierten Ampelsystem in Kürze als «gelb» eingestuft werden. Das würde zum Beispiel bedeuten, dass in Restaurants nur noch bis zu vier Personen aus unterschiedlichen Haushalten an einem Tisch sitzen können. Außerdem würde die Maskenpflicht auch im Freien wieder eingeführt.

Bislang stehen alle Regionen und autonomen Provinzen in Italien auf der niedrigsten Stufe «weiß». «Orange» und «rot» haben dann heftige Auswirkungen für alle Bereiche des öffentlichen Lebens zur Folge.

Um die vierte Welle doch noch zu brechen, appelliert die Politik in Südtirol an die noch unwilligen Bürger, sich impfen zu lassen. Die Landesregierung beschloss zudem, von Donnerstag an allen Personen, deren bis dato letzte Impfung mindestens sechs Monate her ist, eine Auffrischungsdosis anzubieten.

(dpa)

Sperrstunde um Mitternacht: Irland verschärft Corona-Maßnahmen

17:35
16.11.2021
Wegen steigender Fallzahlen müssen sich die Menschen in Irland wieder auf strengere Corona-Maßnahmen einstellen. Ab Donnerstag sind alle Bars, Restaurants und Clubs angehalten, wieder spätestens um Mitternacht schließen, wie der irische Sender RTÉ berichtete. Ab Freitag soll außerdem wieder die Empfehlung gelten, wenn möglich von Zuhause aus zu arbeiten. Premierminister Micheál Martin rief dem Sender zufolge die Irinnen und Iren dazu auf, ihre sozialen Kontakte wieder zu reduzieren.

In den vergangenen Tagen war die Zahl der Corona-Fälle in Irland wieder deutlich angestiegen - auch die Covid-Patienten auf den Intensivstationen des Landes wurden wieder deutlich zahlreicher. Von den impfberechtigen Bürgern über zwölf Jahren sind in Irland aktuell knapp 90 Prozent vollständig geimpft.

(dpa)

Wert für Corona-Alarmstufe wieder überschritten

17:03
16.11.2021
Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg hat den zweiten Tag in Folge den für die Alarmstufe entscheidenden Wert von 390 überschritten. Am Dienstag (Stand 16.00 Uhr) waren nach Angaben des Landesgesundheitsamts 424 Covid-19-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung, das sind 17 mehr als am Vortag. In Baden-Württemberg soll deshalb laut Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ab Mittwoch die Alarmstufe gelten. Die 2G-Regel (geimpft oder genesen) greift dann etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Dienstag (Stand 16.00 Uhr) bei 5,8. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen stieg auf 382,8. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 8 666 auf 718 976.

Die Intensivmediziner und die Intensiv-Planungsverantwortlichen der Versorgungscluster in Baden-Württemberg appellierten am Dienstag an alle Bürger in Baden-Württemberg: «Impfen Sie sich sofort, lassen Sie sich zum dritten Mal impfen, tragen Sie Masken, wo Sie mit anderen Menschen in Räumen zusammenkommen, halten Sie Abstand und testen Sie sich regelmäßig.» Die Auswirkungen der erwarteten neuen Covid-Erkrankungen auf den Intensivstationen in den nächsten Wochen seien besorgniserregend. Andere Menschen könnten dann wahrscheinlich nicht mehr so gut und zeitnah versorgt werden, weil Personal vermehrt in der Versorgung von Covid-19-Patienten gebunden sei.

(dpa/lsw)

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