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Messe «Intermodellbau»: Branche sieht Pandemie als «Modellbau-Zeit»

11:34
16.11.2021
Die Pandemie hat dem Hobby Modellbau nach Angaben der Branche einen Auftrieb gegeben. «Corona-Zeit ist Modellbau-Zeit», sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels (BVS), Steffen Kahnt, am Dienstag in Dortmund. Da die Menschen mehr Zuhause waren, boome diese Freizeitbeschäftigung. Vergessene Eisenbahn-Schätze vom Dachboden oder im Keller seien wiederentdeckt, flott gemacht und mit Zukäufen ergänzt worden. Das habe sich auch beim Umsatz bemerkbar gemacht.

In Dortmund beginnt am Mittwoch die «Intermodellbau» als weltgrößte Messe für Modellbau und Modellsport - mit vielen Neuheiten und ausgefeilter Technik. Das Modellbauen verbinde Generationen. Einen Zuwachs gab es laut BVS beim Absatz topmoderner Züge. Viele Kinder wollten unbedingt die modernsten Bahnen auf der Platte sehen, also etwa neueste ICE steuern. Die Branche sei «hochinnovativ», betonte Kahnt: So gebe es inzwischen Loks, deren Dampf-Menge automatisch angepasst werden könne und deren Sound noch realer sei.

Den Umsatz nur für die Modelleisenbahnen für 2020 schätzt der BVS auf rund 150 Millionen Euro, was ein Plus im einstelligen Bereich bedeute, allerdings nicht ganz exakt beziffert werden könne. Ein 13-Prozent-Wachstum verzeichne das Segment fernsteuerbares Spielzeug - wie Rennautos oder Helikopter - mit mindestens 58 Millionen Euro, so Kahnt.

Die Dortmunder Messe erwartet 325 Aussteller aus 13 Ländern zu der viertägigen Schau, die im letzten Jahr wegen der Pandemie ausgefallen war. Den Besuchern werden vier Tage lang Modelle zu Land, Wasser, auf Schienen und in der Luft präsentiert. Alleine gut 30 Modellbahn-Schauanlagen werden zu sehen sein, darunter viele Deutschland-Premieren. Zu den Besucherzahlen könne man angesichts der Pandemie noch keine Prognosen abgeben. 

(dpa)

Mehr als 56 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpf

11:15
16.11.2021
In Deutschland sind mittlerweile mindestens mehr als 56 Millionen Menschen und damit 67,6 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag (10.50 Uhr) hervor. 58,3 Millionen Menschen wurden mindestens einmal gegen das Virus geimpft. Das entspricht einer Quote von 70,1 Prozent. Rund vier Millionen Menschen haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung, eine sogenannte Booster-Impfung, erhalten.

Nach Angaben des RKI wurden am Montag rund 215 000 Impfdosen verabreicht. Davon entfallen rund 143 000 Dosen auf Booster-Impfungen, 37 000 Dosen auf Zweitimpfungen und 35 000 Dosen auf Erstimpfungen. Am Montag vor einer Woche wurden insgesamt rund 170 000 Impfdosen verabreicht. Seit einigen Wochen zieht das Impftempo wieder leicht an: Vergangenen Donnerstag wurden den Zahlen des RKI zufolge so viele Dosen verabreicht wie zuletzt Mitte August. Ein Großteil der täglichen Impfungen sind inzwischen Auffrischungsimpfungen.

Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden, heißt es auf der Impfübersicht des RKI.

Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 81,7 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Es folgen das Saarland, Hamburg und Schleswig-Holstein. Bis auf Sachsen (59,6 Prozent) haben alle Bundesländer die 60-Prozent-Marke überschritten. Bremen zählt mit 79,3 Prozent ebenfalls den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Sachsen ist auch hier mit 57,5 Prozent am Ende der Rangliste.

(dpa)

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