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Fünf bayerische Landkreise melden Corona-Inzidenz von über 1000

07:36
16.11.2021
Fünf Landkreise in Bayern melden eine Corona-Inzidenz von über 1000. Spitzenreiter ist der Landkreis Rottal-Inn mit 1280,8 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von einer Woche, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag mitteilte.

Nur in zwei Landkreisen in Sachsen liegt die Zahl der Neuinfektion pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche höher: Am heftigsten tobte die Pandemie laut RKI im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, aus dem eine Inzidenz von 1362,4 gemeldet wurde. Sehr hoch war auch die Inzidenz im sächsischen Landkreis Meißen mit 1298.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Bayern lag am Dienstag bei 554,2. Bundesweit liegt sie bei 312,4. Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen gelten in Bayern ab sofort noch einmal verschärfte Regeln, etwa 2G auch für Gastronomie und Beherbergungsbetriebe sowie eine Maskenpflicht auch in diesen Bereichen, zu denen nur Geimpfte und Genesene Zugang haben.

(dpa)

Ministerin Hoffmeister-Kraut für Auskunftspflicht von Beschäftigten

07:23
16.11.2021
Angesichts der verschärften Corona-Lage befürwortet die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut eine Auskunftspflicht für Beschäftigte über ihren Impfstatus.

«Das würde den Gesundheitsschutz in den Betrieben vereinfachen», sagte die CDU-Politikerin der Tageszeitung «Reutlinger General-Anzeiger» vom Dienstag.

«Zur Not kann man die Auskunftspflicht ja auch zeitlich begrenzen. Dann wäre dem Datenschutz genüge getan», sagte die Ressortchefin. Die Infektionslage sei dramatisch, die Menschen müssten vor der Pandemie geschützt werden. «Dazu zählen auch Auffrischungsimpfungen in Betrieben.»

Auf Bundesebene will die mögliche neue Koalition aus SPD, Grünen und FDP eine 3G-Regel am Arbeitsplatz. Das würde bedeuten: Nur wer geimpft oder genesen ist oder einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorweist, soll zur Arbeit gehen können.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte eine Auskunftspflicht von Beschäftigten über den eigenen Impfstatus abgelehnt. Die Berliner Ampel-Partner wollen auch die Homeoffice-Pflicht wieder einführen.

(dpa)

Veranstalter warnen vor "Todesstoß" für die Branche

06:09
16.11.2021
Konzerte, Tagungen, Weihnachtsmärkte: Weitere Einschränkungen für Veranstaltungen könnten aus Branchensicht das Aus für viele beteiligte Unternehmen bedeuten.

Der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft warnt vor einem «Todesstoß» für die Branche. Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und aus Bundesländern, Veranstaltungen zu schließen, seien in keiner Weise nachvollziehbar. «Wir wären auch notfalls bereit, von unseren Besuchern die Vorlage eines aktuellen negativen Schnelltests zu verlangen, also "2G plus" anzuwenden», teilte Verbandspräsident Jens Michow der dpa mit.

Auch Schausteller und Messeveranstalter sind angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen alarmiert. Von finsteren und ungewissen Aussichten sprach die Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft, die an diesem Dienstag (11.00 Uhr) in einer Online-Pressekonferenz über die Folgen der ausgelaufenen Corona-Wirtschaftshilfen informieren will.

«Wir sind höchst alarmiert, wir haben Existenzangst», sagte Schausteller-Präsident Albert Ritter der dpa. Für sie seien die Weihnachtsmärkte jetzt die wichtigste Einnahmequelle, bevor nach den Wintermonaten die Kirmessaison wieder beginne. «Wenn für Symbolpolitik die paar Weihnachtsmärkte geschlossen werden, müssen Überbrückungshilfen her.»

Die Familienbetriebe seien finanziell am Ende, schreibt Ritter in einem Brief an den SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. «Die Altersrückstellungen sind aufgebraucht, Lebensversicherungen gekündigt, die Konten leer beziehungsweise überzogen.»

Der Verband der deutschen Messewirtschaft (Auma) warnte vor Aktionismus. «Die Rezepte des vergangenen Winters schmecken nicht mehr», formulierte Verbandschef Jörn Holtmeier. Empfehlung wie die des Robert Koch-Instituts, pauschal jegliche Veranstaltungen abzusagen, sei angesichts der Impfquoten unter Erwachsenen kaum mehr nachvollziehbar.

«Die vierte Corona-Welle ist da, Veranstaltungen und Aufträge werden storniert, Arbeitsplätze fallen weg und die Einnahmen sinken erneut beziehungsweise brechen komplett weg», teilte die Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft mit. Hilfsprogramme aber liefen am 31. Dezember aus. Sie müssten dringend verlängert werden.

(dpa)

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