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20211115135542

Städtetag hält 3G-Regel in Bussen und Bahnen für richtig

13:24
15.11.2021
Der Deutsche Städtetag hält eine 3G-Regel in Bussen und Bahnen für richtig, um Corona wieder einzudämmen. «Sie wirkt aber nur, wenn sich alle daran halten», sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Berlin. «Kontrollen sind allenfalls durch Stichproben oder konzertierte Aktionstage mit Verkehrsbetrieben, Ordnungsämtern und der Polizei möglich. Wir setzen daher vor allem auf die Einsicht der Menschen, dass diese Regeln helfen, Ansteckungen zu vermeiden.»

Die Fraktionen von SPD, FDP und Grünen planen wegen stark gestiegener Corona-Zahlen, das Bus- und Bahnfahren nur noch Genesenen, Geimpften und Getesteten zu gestatten.

(dpa)

Forscherin Priesemann: Geplante Corona-Maßnahmen reichen nicht

13:05
15.11.2021
Die in Deutschland geplanten Maßnahmen gegen die vierte Corona-Welle sind aus Sicht der Physikerin und Modelliererin Viola Priesemann zum Senken der Infektionszahlen nicht ausreichend. «Das, was derzeit geplant ist, nur 2G, 3G im öffentlichen Bereich, das wird nicht reichen, um die Fallzahlen runterzubringen», sagte die Wissenschaftlerin vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (Göttingen) am Montag in einer Expertenanhörung im Bundestag zu den Plänen von SPD, Grünen und FDP zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Das liege etwa daran, dass sich die meisten Kontakte im Privaten abspielten und dass es durch Schulen und Arbeitsplatz Verbindungen zwischen Geimpften und Ungeimpften gebe.

Impfungen und Auffrischimpfungen seien «der nachhaltige Weg aus dieser Welle, alles andere sind Übergangsmaßnahmen», sagte Priesemann auch mit Blick auf das Fazit eines Strategiepapiers, das sie vorige Woche mit weiteren Experten vorgelegt hatte. Daraus geht hervor, dass das Tempo bei den Auffrischimpfungen massiv beschleunigt werden sollte. Würde pro Tag ein Prozent der Bevölkerung geimpft, wären erste Wirkungen in etwa einem Monat zu sehen, bekräftigte Priesemann. Derzeit erreiche man aber nur 0,2 Prozent pro Tag.

(dpa)

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