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20211115051730

Streeck: Werden nicht um Kontaktbeschränkungen herumkommen

05:17
15.11.2021
Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage braucht es nach Ansicht des Bonner Virologen Hendrik Streeck auch wieder eine Einschränkung von Kontakten. «Wir werden nicht darum herumkommen, dass wir in gewisser Weise wieder Kontaktbeschränkungen haben werden und dass man Großveranstaltungen in dieser Form vielleicht nicht mehr durchführen kann - oder wenn, dann nur unter strengen Auflagen», sagte der Direktor des Virologie-Instituts der Universität Bonn der Deutschen Presse-Agentur. Eine Möglichkeit sei die Durchführung von Veranstaltungen mit einem PCR-Test für Ungeimpfte und einen Antigen-Schnelltest für Geimpfte und Genesene.

Bereits im Juni und Juli habe die Mehrheit der Experten gesagt, dass im Herbst hohe Fallzahlen zu erwarten seien. «Das war also mit Ansage.» Viele hätten auch Vorschläge gemacht wie man sich darauf vorbereiten könne und welche Maßnahmen man in bestimmten Bereichen bräuchte. «Nur hat man das leider nicht umgesetzt.»

Streeck machte zudem deutlich, dass sich auch Geimpfte mit dem Coronavirus infizieren und es übertragen können. «Es ist in diesem Herbst und Winter trügerisch zu glauben, dass ein Geimpfter sich nicht infizieren kann und das Virus nicht an seine Großmutter weitergeben kann, die vielleicht noch keine Booster-Impfung bekommen hat.» Der Begriff «Pandemie der Ungeimpften» sei noch nie richtig gewesen, auch wenn es am Anfang vielleicht so ausgesehen habe. «Alle Menschen sind Teil dieser Pandemie.»

(dpa)

Gesundheitsminister der Länder fordern Corona-Bonus für Arzthelfer

05:16
15.11.2021
Wegen der hohen Arbeitsbelastung in der Corona-Krise fordern die Gesundheitsminister der Länder vom Bund eine Bonuszahlung für alle Arzthelferinnen und Arzthelfer. «Gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten sind die medizinischen Fachangestellten seit Beginn der Corona Pandemie - und natürlich auch jetzt in der vierten Welle - ein extrem wichtiges Bollwerk vor den Kliniken und tragen erheblich dazu bei, die Überlastung im öffentlichen Gesundheitsdienst aufzufangen», sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, der derzeit auch Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz ist.

Ein Corona-Bonus, analog zu dem der Beschäftigten in Kliniken und Pflegeeinrichtungen, sei dafür ein richtiges Zeichen und eine Wertschätzung ihrer Leistungen, sagte Holetschek. Die Länder seien sich in der Frage einig. «Hier muss jetzt, genau wie in der Pflege, sehr schnell etwas passieren.»

Auf dem Höhepunkt der Impfkampagne habe es in den deutschen Arztpraxen mehr als drei Millionen Impfungen wöchentlich gegeben, sagte Holetschek. «Und wenn ich jetzt den Blick nach vorne richte, dann brauchen wir noch Millionen weiterer Erst- und Zweitimpfungen und noch viel mehr: die Drittimpfungen, die Booster, die uns helfen werden, den Einzelnen noch besser zu schützen und die Pandemie hinter uns zu lassen.» Die medizinischen Fachangestellten seien weiter stark gefragt. «Das müssen wir endlich anerkennen. Und dabei dürfen wir auch die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungsdienste, die in der Pandemie Übermenschliches leisten, nicht vergessen.»

(dpa)

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