Letztes Update:
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Festnahmen bei Krawallen in Niederlanden gegen Corona-Lockdown

09:52
13.11.2021
Bei gewaltsamen Protesten gegen die Verschärfung von Corona-Maßnahmen sind in den Niederlanden mindestens fünf Demonstranten festgenommen worden. Ihnen wird vorgeworfen, bei einer Kundgebung in Den Haag Einsatzkräfte mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen sowie sich Anweisungen der Polizei widersetzt zu haben, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Die Demonstration war nach Krawallen am Freitagabend von der Polizei mit Wasserwerfern aufgelöst worden.

Zuvor hatte Ministerpräsident Mark Rutte für das 17,5-Millionen-Einwohner-Land einen neuen Teil-Lockdown verkündet. Die strengeren Maßnahmen sollen zunächst für drei Wochen gelten. Begründet werden sie mit wieder stark steigenden Infektions- und Patientenzahlen. Eine Überlastung der Intensivstationen durch Corona-Patienten soll verhindert werden.

Seit Samstag müssen Gaststätten und Supermärkte um 20.00 Uhr schließen, andere Geschäfte bereits um 18.00 Uhr. Die 1,5-Meter-Abstandsregel wird wieder eingeführt. Sportveranstaltungen müssen ohne Publikum stattfinden. Das gilt auch das WM-Qualifikationsspiel der Niederlande gegen Norwegen an diesem Dienstag in Rotterdam.

(dpa)

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist Deutschlands Corona-Hotspot

09:51
13.11.2021
Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist der Corona-Hotspot in Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Sieben-Tage-Inzidenz dort am Samstag mit 1146,2 an. Es folgen die bayerischen Landkreise Rottal-Inn (1122,3) und Miesbach (1117,0). Sachsen ist auch das Bundesland mit dem höchsten Wert an Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Am Samstag lag die Inzidenz bei 620,7 - und damit erneut deutlich höher als am Vortag. Am Freitag hatte der Wert noch bei 569 gelegen. Die Zahlen sind in Sachsen derzeit so hoch wie nie in der Corona-Pandemie. Bundesweit gab das RKI die Inzidenz am Samstag mit 277,4 an (Vortag: 263,7).

(dpa)

Land plant bessere digitale Vernetzung der Kliniken für Corona-Fälle

09:50
13.11.2021
Mit Hilfe sogenannter Telemedizin will das Gesundheitsministerium die Versorgung sowohl von akut erkrankten Corona-Patienten als auch von Long-Covid-Betroffenen verbessern. Das Netzwerk soll sofort starten und ist bis Frühjahr 2023 angelegt, wie die Zeitungen «Heilbronner Stimme» und «Südkurier» (Samstag) unter Berufung auf eine Vorlage von Minister Manne Lucha (Grüne) für die Kabinettssitzung am Dienstag berichten. Das Vorhaben des Universitätsklinikums Freiburg und der RKH-Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim soll rund 1,5 Millionen Euro kosten.

Die Idee von «CoFit II» ist, dass Großkrankenhäuser zu sogenannten Telemedizin-Zentralen ausgebaut werden und kleineren Kliniken ihre Expertise bereitstellen. «Die Kliniken sollen sich durch die bessere Vernetzung gegenseitig entlasten und auch medizinische Informationen direkt austauschen», heißt es in dem Bericht.

Seit der zweiten Corona-Welle arbeiten die Kliniken im Südwesten über das sogenannte Covid-19-Clusterkonzept der Intensivstationen zusammen und beraten etwa über mögliche Verlegungen von Patienten. Mehr als 350 Covid-19-Erkrankte wurden den Angaben zufolge seither innerhalb der Südwest-Kliniken verlegt, um Engpässe zu vermeiden.

(dpa)

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