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20211112180205

Zahl der Corona-Intensivpatienten im Südwesten nähert sich Alarmstufe

17:59
12.11.2021
Die Zahl der im Südwesten auf Intensivstationen behandelten Corona-Patienten ist deutlich angestiegen. Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart vermeldete am Freitag (Stand 16.00 Uhr) 380 Fälle - und damit 29 mehr als noch am Tag zuvor.

In Baden-Württemberg gilt zurzeit die sogenannte Corona-Warnstufe, die für viele Ungeimpfte bereits zahlreiche Beschränkungen mit sich bringt. Sollte die Zahl der Corona-Intensivpatienten im Land nun aber an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen auf über 390 steigen, wäre die sogenannte Alarmstufe erreicht. In vielen Bereichen würde dann die 2G-Regel gelten, wonach nur Geimpfte und Genesene Zugang erhalten.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg ebenfalls an. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner betrug den Angaben zufolge 352,6 nach 332,3 am Vortag.

Die Zahl der gemeldeten neuen Corona-Infektionsfälle stieg dem LGA zufolge um 7977 auf nun 697 454 an. Es gab 38 weitere gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus - damit stieg die Zahl der erfassten Verstorbenen im Zusammenhang mit der Pandemie auf 11 242.

(dpa/lsw)

Söder fordert Impfpflicht für bestimmte Berufe und Auskunftspflicht

17:58
12.11.2021
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen und eine Auskunftspflicht über den Impfstatus gegenüber dem Arbeitgeber. «Das wäre auch ein wichtiges Signal für die Bereiche Pflege und Senioren, also unsere gefährdetsten Gruppen», sagte er den «Nürnberger Nachrichten» (Samstag). «Das muss die Ampel rasch beschließen. Ebenso eine Auskunftspflicht gegenüber dem Arbeitgeber, ob man geimpft ist oder nicht.»

In dem Interview kündigte Söder außerdem schärfere Kontrollen der Corona-Regeln an: «Da sind jetzt kommunale Ordnungsbehörden und Polizei gemeinsam gefordert. Wir setzen auf höhere Kontrolldichte, Bußgelder und bei wiederholten Verstößen auf Schließungen. Sonst droht ein stiller Rückzug von Geimpften aus der Gastronomie und bei Veranstaltungen, weil sie sich nicht ausreichend geschützt sehen.»

Er kritisierte, dass Corona oft verharmlost worden sei. «Parteien wie die FDP haben noch vor kurzem einen Freedom Day gefordert. Es ist daher völlig absurd, dass die wohl künftige Bundesregierung nun das Ende der epidemischen Lage ausruft – wo wir die höchsten Coronazahlen aller Wellen haben. Die Ernsthaftigkeit der Gefahr wird da nicht vermittelt», sagte er.

Er sei froh, dass sein stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sich inzwischen habe impfen lassen. «Hoffentlich folgen auch prominente Fußballspieler. Denn für die Fans im Stadion gilt 2G, aber für die Spieler nur 3G? Das wäre schwer verständlich.» Zuletzt hatte Nationalspieler Joshua Kimmich damit für Aufregung gesorgt, dass er sich bisher noch nicht hat impfen lassen. 

(dpa)

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