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Umfrage: Mehr als zwei Drittel für Corona-Impfpflicht

04:35
11.11.2021
Eine große Mehrheit der Deutschen befürwortet eine Corona-Impfpflicht zumindest für bestimmte Berufsgruppen.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 44 Prozent sogar dafür aus, alle Menschen in Deutschland zur Immunisierung gegen das gefährliche Virus zu verpflichten. Weitere 24 Prozent wollen die Pflicht auf einzelne Berufsgruppen wie Pflegekräfte oder Krankenhauspersonal beschränken. Nur 27 Prozent sind generell gegen eine Impfpflicht.

Damit hat sich die Stimmung seit Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland vor knapp einem Jahr gedreht. Wenige Tage nach der ersten Impfung am 26. Dezember vergangenen Jahres hatten sich in einer YouGov-Umfrage noch 56 Prozent gegen eine allgemeine Impfpflicht und 33 Prozent dafür ausgesprochen. Die Haltung zu Impfungen für bestimmte Personengruppe wurde damals allerdings nicht abgefragt.

Unter den Wählern von CDU/CSU (56 Prozent), SPD (54 Prozent) und FDP (52) ist der Wunsch nach einer Impfpflicht für alle besonders stark ausgeprägt. Bei den Anhängern der Linken (46 Prozent), Grünen (44 Prozent) und AfD (31 Prozent) sowie den Nichtwählern (32 Prozent) findet die Idee dagegen keine Mehrheit.

Die jetzige Bundesregierung von Union und SPD lehnt eine Impfpflicht ab. Auch die Ampel-Parteien, die derzeit über die Bildung einer neuen Regierung verhandeln, sind gegen einen solchen Schritt. In anderen europäischen Ländern gibt es die Corona-Impflicht für bestimmte Personengruppen dagegen schon.

(dpa)

Mehr Kinderkrankengeld für Eltern wegen Corona

04:24
11.11.2021
Coronabedinger Kita- und Schulausfall hat in diesem Jahr zu einer deutlichen Steigerung beim Kinderkrankengeld geführt. Das geht aus einer Erhebung der Krankenkasse Barmer hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

An diesem Donnerstag wollen SPD, Grüne und FDP eine Verlängerung der Ausweitung beim Kinderkrankengeld wegen der andauernden Pandemie auf den Weg bringen.

Laut der Auswertung der Krankenkasse wurden bis September fast 892 000 Kinderkrankengeldtage in einem Wert von 56,7 Millionen Euro von der Barmer bewilligt. Das umfasst Betreuung in der Pandemie und Tage, an denen ein Kind krank ist. Im gesamten Vorjahr waren es nur 566 000 Tage. Im Jahr 2019 hatten sich die Kinderkrankengeldtage auf rund 698 000 summiert. Barmer-Chef Christoph Straub sprach von einer «echten Entlastung für Eltern» durch das Kinderkrankengeld.

Seit Juni verzeichnete die Barmer einen starken Rückgang der Fälle pandemiebedingten Kinderkrankengelds. Grund dafür sei, dass die Schulen und Kitas nicht mehr bundesweit geschlossen waren.

Der Bundestag berät an diesem Donnerstag die Pläne von SPD, Grünen und FDP zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Damit sollen auch die Sonderregelungen zum Kinderkrankengeld in das Jahr 2022 hinein verlängert werden, «um die nach wie vor auftretenden Covid-19-bedingten Schwierigkeiten bei der Betreuung von Kindern zu mildern», wie es in dem Gesetzentwurf heißt.

Die Politik hatte die Zahl der Kinderkrankentage im laufenden Jahr von sonst 10 auf 30 pro Elternteil verdreifacht. In der Pandemie wird die Leistung auch gewährt, wenn Schulen und Kitas schließen, nur Notbetrieb anbieten, die Präsenzpflicht aufgehoben wird oder wenn Kinder wegen Corona-Fällen nach Hause in Quarantäne geschickt werden. Das Kinderkrankengeld beträgt 90 Prozent des Nettoverdienstes.

Die Barmer hat rund 8,8 Millionen Versicherte.

(dpa)

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