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20211110095055

23 000 bekannte Corona-Fälle bei Schülern in Deutschland

09:50
10.11.2021
An den Schulen in Deutschland gab es nach aktuellen Zahlen der Kultusministerkonferenz (KMK) zuletzt rund 23 000 bekannte Corona-Fälle bei Schülerinnen und Schülern.

Wie aus der regelmäßigen Statistik der KMK zur Corona-Situation an den Schulen hervorgeht, waren darüber hinaus in der vergangenen Woche rund 54 000 Schüler in Quarantäne. Grundlage sind Rückmeldungen aus den Bundesländern aus knapp 24 000 allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen mit rund 8,5 Millionen Schülerinnen und Schülern.

Insgesamt gibt es in Deutschland rund 11 Millionen Schülerinnen und Schüler an rund 40 000 Schulen und Berufsschulen. Für die vergangene Woche lagen aber etwa aus Baden-Württemberg keine Zahlen vor, weil im Südwesten zu dieser Zeit Ferien waren. Zudem bekommen die Länder nicht aus allen Schulen Rückmeldungen.

Die Statistik weist außerdem rund 1800 Corona-Fälle bei Lehrkräften aus und zusätzlich rund 1100 Quarantäne-Fälle. Zugrunde liegen hier Angaben zu 741 000 Lehrkräften. Einer vor kurzem veröffentlichten Forsa-Umfrage zufolge waren Ende September bereits 95 Prozent der Lehrkräfte in Deutschland vollständig geimpft.

(dpa)

Trotz Corona: Tourismusverband setzt auf Dresdner Striezelmarkt

09:49
10.11.2021
Der Tourismusverband Dresden setzt darauf, dass der traditionsreiche Striezelmarkt in der sächsischen Landeshauptstadt in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie stattfinden wird.

«Die Vorweihnachtszeit gehört im Dresden-Tourismus seit jeher zu den umsatzstärksten Wochen des Jahres», teilte der Verband am Mittwoch mit. Sowohl der Striezelmarkt als auch die anderen Weihnachtsmärkte in der Stadt seien lebensnotwendig für den Erfolg des Adventsgeschäfts von Hotels und Gaststätten, Gästeführern und Kultureinrichtungen sowie deren Partnern und Lieferanten.

Sachsen ist derzeit das Bundesland mit der höchsten Corona-Infektionsrate. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tages-Inzidenz am Mittwoch mit 459,4 an.

Der Tourismusverband argumentiert, die Branche sei nach den Umsatzausfällen durch die Lockdowns und das Wegbleiben internationaler Gäste arg gebeutelt, Arbeitsplätze seien in Gefahr.

«Deshalb vertrauen wir darauf, dass die Stadtverwaltung alles daran setzen wird, die Bestimmungen zum Corona-Schutz umzusetzen und insbesondere den Striezelmarkt zu ermöglichen.» Auch ein generelles Alkoholverbot lehnt der Verband ab: «Glühwein gehört zum Striezelmarkt wie Christstollen und erzgebirgische Volkskunst.»

(dpa)

Medizinstatistiker: Regierung macht unprofessionelle Corona-Politik

09:03
10.11.2021
Wenige Tage vor den erwarteten weiteren Einschränkungen für ungeimpfte Menschen wirft der Freiburger Medizinstatistiker Gerd Antes der Landesregierung einen «unprofessionellen» Umgang mit der Corona-Situation vor.

Die hohen Infektionszahlen seien zu erwarten gewesen, sagte der ehemalige Direktor des Deutschen Cochrane-Zentrums, das medizinische Studien wissenschaftlich prüft und auswertet, dem SWR. Es gebe dennoch keine sinnvollen Maßstäbe für die Corona-Politik. «Wir sind in einer Datenerfassungs-Katastrophe, so dass uns die Steuerungsmöglichkeiten nicht zur Verfügung stehen oder auch von uns selbst nicht geschaffen wurden», kritisierte Antes.

Es mangele an exakten Daten und präzisen Informationen zum Impfstatus, zum möglichen Migrationshintergrund und zum Sozialstatus. Denn daraus könne über gezielte Impfaktivitäten entschieden werden, sagte der 72-Jährige weiter.

Wesentlicher Grund für die geplanten strengeren Vorgaben für Ungeimpfte ist die angespannte Situation in den Krankenhäusern. Aus Sicht von Antes ist die Belastung der Intensivstationen allerdings relativ. Volle Intensivstationen bedeuteten nicht automatisch hohe Zahlen bei Todesfällen und folgten nicht zwangsläufig den Infektionszahlen, sagte er dem Sender.

«In dem Moment, in dem die Fälle auf den Intensivstationen nicht so schwer verlaufen, liegen die Patienten viel länger in der Klinik. Das führt dann natürlich zu einer höheren Belegung bei gleichzeitiger Verringerung der Todeszahlen.»

Antes gehört seit längerem zu den Kritikern des Umgangs mit Corona-Zahlen. Er fordert gezielte Aktionen für vulnerable Gruppen wie beispielsweise Auffrischungsimpfungen in Pflegeheimen. «Jetzt haben wir natürlich auch eine Zunahme bei den Älteren, weil man "vergessen" hat, zu boostern», kritisierte Antes im SWR. «Auch das ist wieder grob fahrlässig von der Politik.»

(dpa)

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