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Patriots-Profi Johnson: «Diskussionszeit über Corona ist vorbei»

13:56
09.11.2021
Trotz der Coronainfektion von Football-Superstar Aaron Rodgers von den Green Bay Packers und dessen umstrittenen Impf-Aussagen sieht der Stuttgarter NFL-Profi Jakob Johnson in Corona kein großes Thema mehr. «Die Diskussionszeit über Corona ist wirklich vorbei. Jeder hat mittlerweile seine Entscheidung getroffen. Und die meisten sind geimpft», sagte der 26 Jahre alte Spieler der New England Patriots am Dienstag in einer Online-Medienrunde. «Die NFL hat klare Regeln, an die sich einfach jeder halten muss.»

Er werfe niemandem etwas vor, der sich entscheidet, sich nicht impfen zu lassen. «Ich denke, jeder stimmt damit überein, dass es nicht noch einen Lockdown gibt, weil wir das Thema mittlerweile echt satt haben», meinte Johnson.

Rodgers war am Mittwoch vergangener Woche positiv getestet worden. Anschließend hatte der 37-Jährige seinen Verzicht auf eine Impfung mit einer Allergie auf einen Wirkstoff in den mRNA-Impfstoffen begründet. Zudem habe er Sorgen um seine Zeugungsfähigkeit. Daher nutze er homöopathische Methoden. Im August hatte er über seinen Status gesagt, er sei «immunisiert». Seinen Antrag, wie ein geimpfter Spieler behandelt zu werden, lehnte die NFL ab. Als Impfgegner oder Querdenker wollte er aber nicht gelten, hatte Rodgers zuletzt betont.

«Mir tut es leid, wenn jemand in einem Medien-Firestorm drin ist», sagte Patriots-Spieler Johnson. Wenn man sich über so ein Thema unter vier Augen unterhalte, dann sei es sicher differenzierter. Die Zeitungen würden noch die nächsten Tage einiges über Rodgers schreiben. «Aber das Ganze wird sich auch wieder legen. Solange er wieder gesund wird und niemanden angesteckt hat, dann ist es auch in Ordnung.»

Rodgers kann laut Regeln frühestens am Samstag wieder zu seiner Mannschaft. Da sich bei den Packers zuletzt Corona-Fälle gehäuft hatten, prüft die nordamerikanische Profi-Liga derzeit die Einhaltung der Corona-Regeln bei dem Team.

(dpa)

Biontech beschert Mainz Geldregen - Milliardenüberschuss statt Minus

13:55
09.11.2021
Biontech hat Mainz in der Pandemie zur «Apotheke der Welt» gemacht und seinem Standort einen historischen Geldregen beschert. Schulden gehören bald der Vergangenheit an.

Der Erfolg des Corona-Impfstoffherstellers Biontech beschert Mainz ein unverhofftes Milliardenplus - und damit ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten. Anstelle des geplanten Minus von 36 Millionen Euro werde die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt voraussichtlich zum Jahresende einen Überschuss in Höhe von 1,09 Milliarden Euro verzeichnen, kündigte Finanzdezernent Günter Beck (Grüne) am Dienstag in Mainz an. «Diese Entwicklung ist sensationell.» Für 2022 sei ein Plus in Höhe von 490,8 Millionen Euro zu erwarten. Damit könne die Landeshauptstadt ihre Kassenkredite in Höhe von rund 634 Millionen Euro bezahlen und gelte bis Ende nächsten Jahres als schuldenfrei.

«Nichts ist wichtiger als die Schulden loszubekommen, damit die Stadt ohne Fesseln laufen kann», sagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD). «Wir gehen auch in den kommenden Jahren von einem deutlichen Überschuss aus.»

Biontech gab unterdessen bekannt, in den ersten neun Monaten dieses Jahres gut 7,1 Milliarden Euro Gewinn erzielt zu haben. Wie viel Gewerbesteuer das Unternehmen an seinem Hauptsitz in Mainz bezahlt, war zunächst nicht klar.

Die Stadt werde «eine neue Stufe zur Entwicklung des Biotech-Standorts zünden», einen sogenannten BioTechHub schaffen und den Weg zu einem weltweit führenden Standort für Krebs- und Altersforschung fortsetzen, kündigte Oberbürgermeister Ebling an. «Der Welterfolg von Biontech hat unserer Landeshauptstadt eine Jahrhundertchance eröffnet», sagte der Präsident der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen (IHK), Peter Hähner. Es gebe Potenzial für rund 5000 neue Arbeitsplätze in den nächsten zehn Jahren, sagte Ebling.

(dpa)

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