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Corona-Fall bei Nationalteam: Quintett in Quarantäne, kein Training

10:58
09.11.2021
Nach dem Corona-Schreck zog sich Hansi Flick mit seinen Nationalspielern ins Teamhotel zurück. Kein Training auf dem Rasen. Keine Außenkontakte. Im Ritz Carlton von Wolfsburg griff am Dienstagvormittag der Notfallplan der Nationalmannschaft. Wie der Deutsche Fußball-Bund bestätigte, wurde ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet. Das Gesundheitsamt in Wolfsburg ordnete daraufhin Quarantäne für vier weitere Profis an, die als unmittelbare Kontaktpersonen eingestuft wurden. Um welche Spieler es sich handelt, teilte der DFB vorerst nicht mit.

Nach der emotionalen Debatte um Impf-Skeptiker Joshua Kimmich wurde das DFB-Ensemble somit kurz vor den letzten beiden Spielen in der WM-Qualifikation schon wieder von der Pandemie eingeholt. «Diese Nachricht ist so kurz vor den abschließenden beiden Spielen in der WM-Qualifikation sehr bitter - für das Trainerteam wie für die gesamte Mannschaft. Aber die Gesundheit geht selbstverständlich vor», wurde DFB-Direktor Oliver Bierhoff in einer Mitteilung zitiert.

Laut DFB ist der betroffene Spieler geimpft und derzeit symptomfrei. Ob die Kontaktpersonen den vollen Impfschutz haben, blieb zunächst offen. Für 13.00 Uhr ist eine Pressekonferenz angesetzt. Dann werden sich Bierhoff und DFB-Arzt Tim Meyer zu dem Vorfall und dem weiteren Vorgehen äußern.

Die Nationalmannschaft bestreitet am Donnerstag (20.45 Uhr/RTL) ihr letztes Heimspiel in der WM-Qualifikation in Wolfsburg gegen Liechtenstein. Anschließend steht noch die Partie am Sonntag in Eriwan gegen Armenien an. Inwiefern die Austragung dieser Partien gefährdet sein könnte, blieb zunächst offen. Zuletzt war es bei singulären Infektionen nicht mehr zu Spielabsagen im Profi-Fußball gekommen.

Die WM-Qualifikation hat die Nationalmannschaft bereits geschafft. Insgesamt hat Flick 28 Spieler in seinem Kader, so dass er momentan noch auf 23 zurückgreifen könnte. Laut «Bild»-Zeitung nominierte der Bundestrainer am Dienstag noch die beiden Wolfsburger Maximilian Arnold und Ridle Baku nach.

Zuletzt hatte die Aussage von Bayern Münchens Kimmich, dass er nicht geimpft sei, für heftige öffentliche Diskussionen um die Vorbildfunktion von Fußball-Nationalspielern in der Corona-Krise gesorgt. «Die Zahl der Corona-Infektionen ist zuletzt bundesweit wieder stark gestiegen. Deshalb setzen wir während der letzten Länderspielmaßnahme des Jahres die Hygiene- und Verhaltensregeln konsequent weiter um, um auch im aktuellen Infektionsgeschehen so verantwortungsvoll wie möglich zu handeln», sagte Bierhoff.

Der aktuelle Corona-Fall ist nicht der erste im Kreise der Nationalmannschaft. Im März musste der Mönchengladbacher Jonas Hoffmann vor dem Start in die WM-Qualifikation aus dem DFB-Quartier abreisen. Auch der Leipziger Marcel Halstenberg durfte als Kontaktperson nicht bleiben. Zuvor hatte es im November 2020 viel Wirbel um mehrere Corona-Fälle im Team des damaligen Gegners Ukraine gegeben. Bis kurz vor dem Anpfiff stand damals eine Absage der Nations-League-Partie (3:1) in Leipzig im Raum.

Mehrere Nationalspieler haben sich seit Ausbruch der Pandemie auch bei ihren Vereinen angesteckt. Eindrücklich hatte sich im Vorjahr Ilkay Gündogan von Manchester City über seine Leidenszeit nach seiner Infektion geäußert und vor einem zu laschen Umgang gewarnt.

(dpa)

Große Fragezeichen über Wiener Opernball 2022 wegen Corona

10:31
09.11.2021
Die vierte Corona-Welle macht den Wiener Opernball 2022 zur Zitterpartie. «Ich kann Ihnen heute nicht sagen, ob der Opernball stattfinden wird», sagte Staatsopern-Direktor Bogdan Roscic am Dienstag. Zwar liefen die Vorbereitungen für den 24. Februar weiter, aber die Entscheidung hänge von städtischen Behörden und der Regierung als Eigentümer der Staatsoper ab, so Roscic.

Aktuell seien alle 5300 Karten für das Fest, das als Österreichs gesellschaftlicher Höhepunkt des Jahres gilt, verkauft. Es gebe aber bereits erste, einzelne Stornierungen. Es stelle sich auch die Frage, ob und wie internationale Gäste anreisen könnten. Zuletzt waren die Corona-Neuinfektionen in Österreich rasant gestiegen und eine 2G-Regel für weite Teile des öffentlichen Lebens eingeführt worden.

Der Opernball sei eine feste Größe im Etat der Staatsoper, sagte Roscic weiter. Nach früheren Angaben bleibt von dem rauschenden Fest unter dem Strich ein Gewinn von etwa einer Million Euro.

Nach dem pandemiebedingten Ausfall der Wiener Traditionsbälle in diesem Jahr haben sich auch die Aussichten für die kommende Ballsaison verdüstert. Roscic zitierte eine Einschätzung der Wirtschaftskammer der Stadt, nach der etwa die Hälfte aller Bälle in Wien wegen Corona abgesagt werden dürfte.

(dpa)

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