Letztes Update:
20211109091618

Corona-Fall in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft

09:14
09.11.2021
 In der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden.
Zuvor hatte auch die «Bild»-Zeitung darüber berichtet. Das Mannschaftstraining der DFB-Auswahl am Dienstagvormittag wurde abgesagt.

(dpa)

Müller rechnet mit Länder-Abstimmung zu Corona in kommender Woche

07:23
09.11.2021
Berlins scheidender Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) geht davon aus, dass sich die Länderchefs bald wieder gemeinsam über Corona-Maßnahmen abstimmen werden.

«Es ist nötig, und ich gehe auch davon aus, dass wir im Laufe der nächsten Woche wieder zusammenkommen werden», sagte Müller am Dienstag im ARD-«Morgenmagazin».

Gerade mit Blick auf grenzüberschreitende Fragen für Arbeitnehmer sei es gut, sich abzustimmen. Allerdings werde es weiterhin regionale Anpassungen in den einzelnen Ländern geben, «weil wir auch bei den steigenden Zahlen ja sehen, dass manche Bundesländer noch besser dastehen als andere», betonte Müller.

Er äußerte Unverständnis über den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), der zuvor die bundesweite Einführung der sogenannten 2G-Pflicht gefordert hatte. «Wenn Herr Söder es wichtig findet, warum tut er es dann nicht? Die Instrumente sind da.»

Der Berliner Senat hatte sich am Montagabend auf eine umfangreiche Ausweitung der 2G-Regel geeinigt, allerdings noch keinen Beschluss dazu gefasst. Wer künftig in der Hauptstadt ins Theater, ins Kino oder ins Restaurant will, müsste dann geimpft oder genesen sein. Ein Test würde nicht mehr reichen.

(dpa)

Fickenscher: Wiedereinführung kostenloser Bürgertests kontraproduktiv

06:48
09.11.2021
Der Kieler Virologe Helmut Fickenscher sieht eine mögliche Wiedereinführung von kostenlosen Bürgertests kritisch.

Diese sei kontraproduktiv, «weil sie den Ungeimpften vermittelt, dass es kein Argument mehr gibt, sich impfen zu lassen», sagte Fickenscher, der in Kiel am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein das Institut für Infektionsmedizin leitet, dem «Flensburger Tageblatt» (Dienstag). Man müsse sich über diese Signalwirkung klar sein. «Viel sinnvoller ist es, wenn wir Ungeimpften noch besser deutlich machen, dass sie bei einer Impfung eine Schutzrate von deutlich über 90 Prozent erreichen.»

Mit Blick auf Impfdurchbrüche sagte Fickenscher, man müsse unterscheiden zwischen Geimpften, die trotz der Impfung erkrankten, und solchen, die sich zwar infizierten, aber keine Symptome entwickelten. «Ein Viertel der Infektionen trotz Impfung bleiben symptomlos, und nur selten kommt es zur Krankenhauseinweisung oder Intensivtherapie.» Geimpfte seien also durch die Impfung sehr gut, aber eben nicht vollständig geschützt.

Auf Forderungen nach einer Testpflicht für alle - auch für Geimpfte und Genesene - reagierte Fickenscher eher verhalten. «Der goldene Weg ist immer noch, die Impfquote zu erhöhen, darauf müssen wir uns konzentrieren.» Massentestungen seien die zweite Wahl. «Ihr Nutzen ist übersichtlich, die Kosten hingegen sind immens.»

Sinnvoller wäre es aus Sicht des Virologen, über eine Impfpflicht nachzudenken,zumindest dort, wo enger Kontakt zu vulnerablen Bevölkerungsgruppen bestehe. «Da aber ein Impfpflicht politisch schwer durchzusetzen ist, kommen Testungen ganz besonders dort infrage, wo besonders hohe Inzidenzen beobachtet werden.»

(dpa)

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