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Mittwoch, 20. Oktober

Hohe Corona-Zahlen: Lettland geht erneut in Lockdown

18:23
20.10.2021
Lettland zieht die Notbremse - und geht erneut in den Lockdown: Angesichts rapide steigender Corona-Infektionszahlen fährt die Regierung in Riga das öffentliche Leben in dem baltischen EU-Land für vier Wochen stark zurück. Das Kabinett verhängte am Mittwoch umfassende Beschränkungen und ein nächtliche Ausgangssperre zum 15. November. Damit sollen die Infektionsketten unterbrochen und die «furchtbare Überlastung» des Gesundheitswesens reduziert werden, sagte Ministerpräsident Krisjanis Karins nach der Regierungssitzung.

Um die Ausbreitung des Virus in den Griff zu bekommen, dürfen von 21. Oktober nur Geschäfte für den täglichen Bedarf offen bleiben. Auch Freizeit-, Kultur-, Unterhaltungs- und Sportstätten bleiben zu, gastronomische Betriebe dürfen nur noch außer Haus verkaufen. Veranstaltungen und Versammlungen sind untersagt. Zudem dürfen die Bürger ihre Wohnung von 20.00 Uhr bis 5.00 Uhr nur mit triftigem Grund verlassen. Für die meisten Arbeitnehmer gilt eine Homeoffice-Pflicht, der Schulbetrieb wird auf Fernunterricht umgestellt.

In Lettland hat sich die Corona-Lage trotz neuer Beschränkungen zuletzt zugespitzt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Riga vom Mittwoch wurden in den letzten 14 Tagen 1400,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert - ein Höchststand seit Beginn der Pandemie. Landesweit seien in mehreren Krankenhäusern die Intensivbetten zur Behandlung schwerkranker Corona-Patienten bereits vollständig belegt, sagte Gesundheitsminister Daniels Pavluts.

In Lettland ist nur etwas mehr als die Hälfte der 1,9 Millionen Einwohner vollständig gegen Corona geimpft. Die Regierung bemüht sich seit Monaten mit nur mäßigem Erfolg, die geringe Impfbereitschaft der Bevölkerung zu erhöhen. Mediziner und Epidemiologen äußerten sich teils skeptisch über den Lockdown - er komme zu spät und sei nur kurzfristig eine Antwort auf die hohen Infektionszahlen.

(dpa)

Sparkassen: In Corona-Krise Kredite in Milliardenvolumen gestundet

18:22
20.10.2021
Tausende Sparkassen-Kunden haben wegen der Corona-Krise nach Angaben des Branchenverbandes Aufschub von Kreditrückzahlungen erhalten. In der Spitze hätten die Sparkassen Kredite in Höhe von 1,7 Milliarden Euro gestundet, teilte ein Sprecher des Sparkassenverbands Baden-Württemberg (SVBW) anlässlich des Sparkassentags in Ulm am Mittwoch mit. Zusammen mit der Landesbank Baden-Württemberg seien seit März 2020 zudem rund 8100 Förderkredite mit einem Volumen von 2,2 Milliarden Euro vermittelt worden.

SVBW-Präsident Peter Schneider betonte, Krisenzeiten seien Sparkassenzeiten. Die Sparkassen hätten nicht nur die Bargeldversorgung garantiert, sondern auch die Zahlungsfähigkeit
der Wirtschaft gesichert und so als Hauptfinanzierer des Mittelstands
Schlimmeres verhindert.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) wies anlässlich des Sparkassentags auch auf die wichtige Rolle der Sparkassen für die «nun anstehende Transformation der Wirtschaft» hin. Diese werde nur mit einem ausreichenden Finanzierungsangebot der Banken gelingen, teilte sie mit. Der Verband lädt alle drei Jahre zum Sparkassentag. Zuletzt 2018 in Offenburg. Der nächste Sparkassentag soll 2024 in Freiburg stattfinden.

(dpa)

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