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Testen, Registrieren, Einchecken - Wieder Präsenz an den Hochschulen

13:20
18.10.2021
Check-In mit dem Studierendenausweis, Ampeln vor den Toiletten und 3G-Kontrollen in den Vorlesungen: Mit Hygienekonzepten wollen die Hochschulen in Baden-Württemberg wieder ein Semester in Präsenz ermöglichen. «Es ist zwar noch kein Zurück zur alten Normalität, aber wieder ein gemeinsames Hochschulleben mit Begegnung und Austausch, neue Menschen kennenlernen - all das, was das Studium eben ausmacht», sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) zum Vorlesungsbeginn am Montag in Stuttgart.

An den neun Landesuniversitäten sollen nach Angaben des Ministeriums deutlich mehr als 50 Prozent der Veranstaltungen an den Campus stattfinden. Einige Hochschulen für Angewandte Wissenschaften bieten demnach sogar bis zu 95 Prozent in Präsenz an.

In vielen Studiengängen werde aber nur ein Bruchteil der Lehre vor Ort verwirklicht, kritisierte die Studierendenvertretung. «Für mich ist es ein erneutes Onlinesemester», erklärte Lehramtsstudentin Isabelle Faißt von der Universität Stuttgart. Wegen ein oder zwei Präsenzvorlesungen pro Woche ein Zimmer auf einem umkämpften Wohnungsmarkt zu mieten, lohne sich für viele nicht.

In die Veranstaltungen dürfen nur genesene, geimpfte oder getestete Studierende. Wer den Mindestabstand nicht einhalten kann, muss in den Innenräumen eine Maske tragen. Die Einhaltung der Regelungen kontrollieren externe Dienstleister stichprobenartig. Die Hochschulen setzen aber auch auf technische Lösungen: An den Toiletten der Uni Stuttgart informieren beispielsweise Ampeln, wie viele Personen sich bereits im Raum befinden. In die Hörsäle können sich die Studierenden dort mit ihrem Ausweis selbstständig und digital einchecken.

Wer gegen die Vorgaben verstößt, kann verwiesen werden - das gilt unter anderem an der Hochschule für Technik Stuttgart, an der Hochschule Karlsruhe und der Universität Heidelberg.

(dpa/lsw)

Corona-Ausbruch beim EHC Red Bull München - 14 Spieler betroffen

13:05
18.10.2021
Mit 18 positiven Tests beim EHC Red Bull München gibt es in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ein massives Corona-Problem. 14 Spieler und vier Mitglieder des Betreuer- und Trainerstabs seien betroffen, teilte der dreimalige deutsche Meister am Montag mit. Davon seien 16 Personen vollständig und zwei einfach geimpft, hieß es auf Nachfrage. Als Konsequenz fällt nach der Absage des Münchner Heimspiels vom vergangenen Sonntag gegen Nürnberg auch das Spitzenspiel am Mittwoch gegen den Titelrivalen Adler Mannheim aus. Darüber, wie es zu dem Corona-Ausbruch kommen konnte, machte der DEL-Club keine Angaben.

Das Topspiel gegen die Adler soll nun am 2. Dezember nachgeholt werden. Dass die Mannheimer der Verlegung zustimmten, bezeichnete Münchens Manager Christian Winkler als «großartige Fairness». Fünf verletzte Spieler sorgen für zusätzliche Personalprobleme.

«Die Pandemie führt uns immer wieder vor Augen, wie unkontrollierbar sie ist. Mit strengen Hygienekonzepten und Vorsichtsmaßnahmen können wir die Gefahr zwar minimieren, aber niemals ausschließen», sagte Adler-Manager Jan-Axel Alavaara und meinte: «Duelle zwischen den Adlern und den Red Bulls verdienen es, dass beide Mannschaften auf Augenhöhe gegeneinander antreten.»

Über die angesetzten Partien des EHC am Freitag bei Aufsteiger Bietigheim und am Sonntag gegen Meister Berlin soll nach Angaben der DEL kurzfristig entschieden werden. Für geimpfte Spieler könnte nach negativen Tests die Quarantäne enden. Um spielen zu können, benötigt eine Mannschaft zehn einsatzbereite Feldspieler und einen Torhüter.

Sollten weitere Partien verlegt werden müssen, würden sich jedoch die Terminprobleme in der DEL mit einem ohnehin sehr eng getakteten Spielplan, der Deutschland-Cup-Pause im November und den Olympischen Spielen im Februar vergrößern.

Die Mannschaft von Trainer Don Jackson ist neben der DEL noch in der Champions Hockey League vertreten und hatte dort in der vergangenen Woche mit einem Auswärtsspiel beim Schweizer Eishockey-Meister EV Zug den Einzug ins Achtelfinale perfekt gemacht.

Einige Corona-Fälle im Team hatten die Münchner bereits am Samstag gemeldet, daraufhin war das für Sonntag angesetzte Duell mit den Nürnberg Ice Tigers abgesetzt worden. Es war der erste corona-bedingte Spielausfall in dieser DEL-Saison, die am 9. September begonnen hatte. Wann dieses Duell ausgetragen wird, steht noch nicht fest.

(dpa)

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