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Ungeimpfte Lehrer und Kita-Beschäftigte müssen sich jeden Tag testen

16:24
08.09.2021
Ungeimpfte Lehrkräfte und Kita-Beschäftigte müssen sich ab dem Schulstart am Montag täglich vor Arbeitsbeginn auf das Coronavirus testen. Damit verschärft Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) die Sicherheitsvorkehrungen in den Schulen nochmal deutlich. Wie die «Heilbronner Stimmte» und das «Badische Tagblatt» (beide Donnerstag) berichten, gilt damit vom kommenden Montag an für alle Beschäftigten in Kitas und Schulen die 3G-Regel, wonach nur Zutritt hat, wer geimpft, genesen oder negativ getestet ist. Lehrer und Kita-Erzieherinnen müssen ihre Tests zudem dokumentieren. Wie die «Schwäbische Zeitung» berichtet, müssen sich zudem alle Schülerinnen und Schüler künftig dreimal die Woche statt zweimal die Woche mit einem Antigentest testen. Wo PCR-Tests eingesetzt werden, reichen zwei pro Woche.

Schopper begründet ihr Vorgehen laut «Badischem Tagblatt» in einem Schreiben an alle Schulen und Kitas mit der gegenwärtigen Situation, die sich wegen der noch zu geringen Impfquote zu verschärfen drohe. Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz sagte der «Heilbronner Stimme»: «Wir werden für alle Erwachsenen in den Schulen und Kitas, also Lehrerinnen und Lehrer, Betreuungskräfte, Verwaltungsmitarbeiter oder auch Beschäftigte in den Kitas ab dem 13. September die 3-G-Regel einführen und daran sehr hart festhalten.» Die Regelung gelte zunächst bis zu den Herbstferien.

Zu den Tests für Schülerinnen und Schüler sagte Schwarz: «Die Schulen bekommen im neuen Schuljahr zwei PCR-Tests oder drei Antigenschnelltests pro Woche und pro Schüler zur Verfügung gestellt.» Auch das gelte zunächst bis zu den Herbstferien Ende Oktober. Schopper schreibt in ihrem Brief, Kinder und Jugendliche hätten in der Corona-Krise schon viel erleiden müssen. «Deshalb werden wir alles dafür tun, die Schulen und Kitas im Land offen zu halten und Unterricht und Betreuung in Präsenz zu ermöglichen.»

(dpa/lsw)

Bulgariens Gastronomie protestiert gegen neue Corona-Regeln

16:14
08.09.2021
In Bulgarien haben Eigentümer und Mitarbeiter der Gastronomie und Hotellerie gegen neu eingeführte Corona-Einschränkungen wegen der Delta-Variante protestiert. Auf einer Großkundgebung in der Innenstadt von Sofia forderten sie am Mittwoch finanziellen Ausgleich von 80 Prozent für ihre Ausfälle. Betroffen sollen laut Branchenangaben 300 000 Menschen sein. Gleichzeitig lehnt es die Branche energisch ab, von den zugelassenen 3G-Regeln für den Einritt von Geimpften, von Covid-19 Genesenen oder getesteten Kunden in Lokalen Gebrauch zu machen.

Der seit Dienstag geltenden Regelung zufolge müssen unter anderem Nachtlokale in dem südosteuropäischen Land jetzt um 23.00 Uhr früher schließen als zuvor. Auch die Zahl der Teilnehmer an privaten Feiern wie Hochzeiten wurde auf höchstens 30 begrenzt. Als Protest blieben Lokale in Sofia in der Nacht zum Mittwoch bis zum Morgen geöffnet.

Die Demonstranten verlangten auch den Rücktritt von Interimsgesundheitsminister Stojtscho Kazarow. Dieser bestand auf die Einhaltung der neuen Vorschriften, da sich anderenfalls die Delta-Variante des Coronavirus schneller ausbreiten würde. Kompensationen würden im Oktober gezahlt, versicherte er.

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Menschen lag am Freitag bei 130,1. In Deutschland lag sie am Mittwoch bundesweit bei 82,6. Bulgarien ist mit einer Impfquote von unter 20 Prozent vollständig Geimpften EU-Schlusslicht. Viele Bulgaren wollen sich nicht impfen lassen, da sie im Internet verbreiteten Vorurteilen und Gerüchten über die Corona-Impfungen glauben. Zudem wird die Maskenpflicht oft nicht eingehalten. Kontrollen gibt es kaum.

(dpa)

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