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20210908161347

Corona-Überbrückungshilfe bis Jahresende verlängert

16:10
08.09.2021
Einige Corona-Staatshilfen für Unternehmen werden bis Ende dieses Jahres verlängert. Darauf haben sich das Finanz- und das Wirtschaftsministerium des Bundes verständigt, wie beide Häuser am Mittwoch in Berlin mitteilten. Damit wird die Überbrückungshilfe III Plus bis 31. Dezember gezahlt, die es bisher für die Monate Juli bis September gab. Beantragen können sie Firmen, die wegen Corona einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent erlitten haben. Sie erhalten eine gestaffelte Fixkostenerstattung.

Auch ein Eigenkapitalzuschuss, der die Substanz besonders stark und andauernd betroffener Unternehmen stärken soll, wird nach Angaben der beiden Ministerien über September hinaus bis Dezember zur Verfügung stehen. Verlängert werde ebenso die «Neustarthilfe Plus» für Soloselbstständige. Für den Zeitraum Oktober bis Dezember könnten Soloselbstständige, deren Umsatz durch die Pandemie weiter eingeschränkt ist, damit zusätzlich bis zu 4500 Euro Unterstützung erhalten.

(dpa)

Wieder mehr als 2000 neue Corona-Fälle im Südwesten

16:08
08.09.2021
Im Südwesten ist die Zahl der neuen Corona-Infektionsfälle im Vortagsvergleich um 2318 gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg betrug 92,7 nach 91,0 am Tag zuvor, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Mittwoch (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte. Schon am Dienstag hatte es 2142 neue Fälle gegeben.

Der Unterschied des Wertes bei Geimpften und Ungeimpften ist erheblich: Betrachtet man nur jene, deren Impfserie abgeschlossen ist, so wurden laut aktuellen Angaben innerhalb einer Woche bei 17,6 je 100 000 Einwohnern Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Bei den Menschen ohne jegliche oder mit unvollständiger Impfung sowie Fällen ohne Angaben zum Impfstatus betrug der Wert hingegen 207,5.

Von den im Südwesten verfügbaren Intensivbetten sind 7,5 Prozent mit Covid-19-Patienten belegt. Die Zahl der Covid-Fälle auf den Intensivstationen stieg im Vergleich zum Vortag um 6 auf 174. Die Auslastung der Krankenhäuser ist ein wichtiges Kriterium bei der weiteren Bewertung der Pandemielage und für einschränkende Maßnahmen, die bei steigenden Zahlen nach den Plänen der Regierung vor allem Ungeimpfte betreffen.

(dpa/lsw)

Intensivmediziner: Große Sorge vor Corona-Situation im Herbst

12:42
08.09.2021
Die Intensivmedizinervereinigung Divi blickt mit Sorge auf die Corona-Lage im Herbst. «Die Situation ist jetzt gut beherrschbar, aber wir bereiten uns auf eine größere vierte Welle vor», sagte der Hamburger Intensivmediziner und Divi-Präsidiumsmitglied Stefan Kluge am Mittwoch in Weimar. Mit Blick auf den Herbst sei klar, dass es zu einem Anstieg der Infektionszahlen und Intensivpatienten kommen werde. «Wir sind in hoher Sorge.» Der Impffortschritt stocke und im Vergleich zu anderen Ländern gebe es in Deutschland auch wenige Genesene.

Kluge warnte, dass auch Jüngere, die sich nun vermehrt anstecken, schwere erkranken könnten. Auf der Intensivstation seien deren Verläufe ähnlich wie die bei älteren Patienten. «Die Jüngeren überleben halt länger.» Es gebe Patienten, die teils über Monate an der künstlichen Lunge hingen - dadurch verschiebe sich teils das Sterbedatum nach hinten.

Aktuell seien 1348 Intensivpatienten mit Covid-19 im Divi-Register verzeichnet und damit 25 mehr als am Vortag, sagte Kluge. Das sei weniger als zum Höhepunkt der Covid-Pandemie mit mehr als 5000 Patienten. Aber: «Alle Modellierer und Modelle zeigen, dass die Zahl der Covid-19-Patienten ansteigen wird.» Sorge mache ihm auch, dass rund 20 Prozent der Über-70-Jährigen noch ungeimpft seien.

In Weimar kamen am Mittwoch Hunderte Wissenschaftler und Mediziner aus aller Welt zu einem dreitägigen Sepsis-Kongress zusammen, um über Behandlungsmethoden zu Covid-19 zu diskutieren. Schwere Covid-19 Verläufe seien per Definition auch eine Sepsis, sagte der Generalsekretär der Deutschen Sepsisgesellschaft, Frank Brunkhorst, vorab. Ungewöhnlich sei, dass bei Corona ein Virus die Sepsis - die im Volksmund auch Blutvergiftung genannt wird - auslöse. Das erfordere auch andere Behandlungsmethoden. 

(dpa)

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