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Laschet und Lauterbach streiten um Umgang mit Corona-Maßnahmengegner

16:44
04.09.2021
Unionskanzlerkandidat Armin Laschet und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach streiten um den Umgang mit einem Bürger, der bei einem Auftritt Laschets plötzlich und ungefragt auf die Bühne kam. Der CDU-Chef hatte sich am Freitag bei der Veranstaltung in Erfurt länger mit dem Mann unterhalten - auf sehr geringe Distanz. Lauterbach schrieb daraufhin auf Twitter: «Unfassbar. Armin Laschet lässt sich von einem Querdenker ohne Maske mit 20 cm Abstand anschreien. Das ist keine Bürgernähe sondern einfach dumm.»

Laschet sprach am Samstag in Potsdam von dem Vorfall und argumentierte, dass man den Menschen zuhören müsse. Ansonsten würde das gesellschaftliche Klima noch rauer werden als es ohnehin schon sei. «Karl Lauterbach macht mir das zum Vorwurf, sagt, mit diesen Leuten darf man nicht reden und vergiftet damit erneut das Klima.» Dieses Argument wollte in der Folge Lauterbach wiederum nicht gelten lassen. «Ich habe nicht kritisiert, dass er sich von einem Querdenker anschreien lässt. Nur dass er sich auf 20 cm Abstand dabei ohne Masken anschreien lässt», schrieb der SPD-Politiker.

Der Mann hatte sich über die Corona-Maßnahmen der Thüringer Landesregierung in den Schulen beklagt, die in den ersten zwei Wochen ein Bußgeld für Eltern vorsehen, deren Kinder sich weder impfen noch testen lassen und auch nicht als genesen gelten.

(dpa)

Corona-Krise im Fokus von Treffen der G20-Gesundheitsminister in Rom

16:44
04.09.2021
Die Gesundheitsminister der 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen wollen in Rom weitere Schritte in der Corona-Pandemie beraten. Unter italienischem Vorsitz geht es auf dem G20-Treffen am Sonntag und Montag um den aktuellen Kampf gegen Covid-19 sowie um künftige Strategien gegen drohende Pandemien.

Außerdem sprechen die Minister über Wege, wissenschaftliche Erkenntnisse und den Zugang zu Impfstoffen auf der Welt besser und gerechter zu verteilen. Das Ziel sei «eine starke Botschaft der Zusammenarbeit, Solidarität und Gerechtigkeit, unter der Überzeugung, dass niemand abgehängt wird», hieß es von den Veranstaltern in Italien.

Aus Deutschland wird Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet. Dies ist eines des letzten G20-Ministertreffen des Jahres vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 30. und 31. Oktober in Rom.

Vor den Hauptberatungen hatte Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza am Samstag bereits Experten zu Gesprächen über mentale Gesundheit empfangen. «Es gibt keine Gesundheit und kein Wohlergehen ohne dass man mental völlig gesund ist», sagte er. «In den schwierigen Monaten der Pandemie ist das noch einmal wichtiger geworden.»

(dpa)

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