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Sportchef: Mainzer Corona-Not bei Saisonstart «Impuls für die Liga»

16:57
03.09.2021
Die Corona-Notlage beim Bundesligisten FSV Mainz 05 zum Saisonstart hat womöglich zu einer höheren Impfquote bei anderen Fußball-Proficlubs geführt. «Was bei uns vor dem Leipzig-Spiel passiert ist, war auch ein wichtiger Impuls für die Liga», sagte 05-Sportdirektor Martin Schmidt den Zeitungen der Mediengruppe VRM. Sportdirektoren anderer Clubs hätten ihm in Gesprächen gesagt: «Euer Beispiel hat dabei geholfen, bei uns auch Tempo ins Impfgeschehen reinzubringen.»

Nach Corona-Infektionen bei Profis und Betreuern mussten vor der Auftaktpartie gegen RB Leipzig (1:0) insgesamt 14 Mainzer in eine zweiwöchige Quarantäne. «Plötzlich haben die Vereine ein Fallbeispiel gehabt, das gezeigt hat: Nicht nur die Infizierten müssen in Quarantäne, sondern auch die Nichtgeimpften», sagte Schmidt. «Da waren wir ein Auslöser dafür, dass sich auch in der Bundesliga die Impfquote deutlich verbessert hat.»

(dpa)

Corona-Zeit: Rekordzahl von Niederländern mit psychischen Problemen

16:56
03.09.2021
Der Anteil der Niederländer mit psychischen Problemen ist während der Corona-Krise auf einen Höchststand seit Start der landesweiten Untersuchung vor 20 Jahren geklettert. 15 Prozent der Bevölkerung ab 12 Jahren habe sich im ersten Halbjahr 2021 psychisch ungesund gefühlt, teilte die niederländische Statistikbehörde (CBS) am Freitag in Den Haag mit. Am schlechtesten war die Situation bei Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren, von denen ein Viertel angab, sich psychisch nicht in Ordnung zu fühlen. Die Erhebung stützte sich auf Fragen nach Traurigkeit, Nervosität, Niedergeschlagenheit, Ruhe und Glücklichsein. Ungefähr 10 000 Menschen wurden befragt.

Im Vergleich zu Befragungen von 2019 verschlechterte sich die psychische Verfassung der Niederländer während der Corona-Krise zunehmend. 2020 gab demnach ein Viertel der Menschen an, sich öfter einsam zu fühlen als früher. Auch Gefühle wie Angst, Traurigkeit und Stress kamen während der Corona-Krise öfter vor als früher.

(dpa)

Corona-Geimpfte erhalten Gutscheine in Bulgarien - Proteste

16:55
03.09.2021
Bulgarien bietet nun Gutscheine für Geimpfte gegen das Coronavirus an, um seine stockende Impfkampagne zu beschleunigen. Gutscheine für Lebensmittel in Wert von 20 Lewa (rund 10 Euro) galten ab Freitag in den Supermärkten einer großen Kette. Die Impfdosen sollen vor diesen Supermärkten in der Hauptstadt Sofia, im südbulgarischen Plowdiw sowie in den Schwarzmeerstädten Warna und Burgas verabreicht werden, berichtete der Fernsehsender Nova in Sofia.

Bulgarien ist mit einer Impfquote von nur knapp 16 Prozent vollständig Geimpften EU-Schlusslicht. Viele Bulgaren glauben Vorurteilen und Gerüchten über die Corona-Impfungen, die massiv im Internet verbreitet werden.

Vertreter, Eigentümer und Mitarbeiter der Gastronomie und Hotellerie protestierten in Plowdiw gegen angekündigte Corona-Einschränkungen wegen der Delta-Variante, die am 7. September in Kraft treten sollen. Die Demonstranten blockierten einem Bericht des Fernsehsenders bTV zufolge kurz die Innenstadt von Plowdiw. Ein ähnlicher Protest blockierte im Südwesten Bulgariens vorübergehend die E-79 nach Griechenland. Ein nationaler Protest der Branche ist für nächste Woche in Sofia angesagt.

In Bulgarien steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder kontinuierlich an. Das Gesundheitssystem sei bereits einem «ernsthaften Druck» ausgesetzt, sagte Interimsminister Stojtscho Kazarow am Freitag. In den Krankenhäusern des Landes mit 6,9 Millionen Einwohnern werden seinen Worten zufolge bereits fast 4000 Corona-Patienten behandelt. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Menschen lag am Freitag bei 154,0 (vor einer Woche: 141,1). In Deutschland lag sie am Freitag bundesweit bei 80,2.

(dpa)

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