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Thailand: Auch Hua Hin plant Tourismus-Neustart - Lockdown gelockert

04:19
01.09.2021
Dank langsam sinkender Corona-Zahlen in Thailand planen weitere Regionen in dem beliebten Urlaubsland einen Neustart des internationalen Tourismus. Nach den größten Inseln Phuket und Ko Samui will der berühmte Badeort Hua Hin auf dem Festland voraussichtlich ab dem 1. Oktober wieder Touristen empfangen. Sofern sie vollständig geimpft sind, dürfen Feriengäste dann quarantänefrei in dem 200 Kilometer südlich von Bangkok gelegenen Ort ausspannen.

Laut Krod Rojanastien, der für das Projekt verantwortlich ist, will Hua Hin ein ähnliches Modell wie Phuket anwenden, jedoch in kleinerem Umfang. Im Rahmen von Phukets «Sandbox»-Programm dürfen vollständig geimpfte Urlauber aus 70 Ländern bereits seit dem 1. Juli unter strengen Auflagen quarantänefrei anreisen. Ziel ist es, die seit eineinhalb Jahren am Boden liegende, aber für das Land extrem wichtige Tourismusbranche zumindest teilweise wiederzubeleben.

Hua Hin hoffe darauf, im letzten Quartal etwa 100 000 Touristen anzulocken, sagte Rojanastien. «Wenn die Infektionsrate in Thailand weiter sinkt und viele Staaten Thailand auf die Liste sicherer Reiseländer setzen, dann können wir in den letzten drei Monaten mit einem Aufschwung des Tourismussektors rechnen.»

Die Infektionszahlen in dem Land mit 70 Millionen Einwohnern sinken derweil. Am Mittwoch meldeten die Behörden 14 800 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Mitte August lag die Zahl noch bei Rekordwerten von mehr als 22 000.

In den schwer betroffenen «dunkelroten Zonen», zu denen auch Bangkok gehört, traten derweil am Mittwoch Lockerungen des strikten Lockdowns in Kraft. Die seit Ende Juni geschlossenen Restaurants dürfen wieder bis 20.00 Uhr öffnen. Auch viele Geschäfte machen auf. Zudem wird der Inlandsflugverkehr wieder gestartet. Ausgangsbeschränkungen zwischen 21.00 und 4.00 Uhr sollen aber zunächst weiter gelten.

(dpa)

Umfrage: Deutsche bei Corona-Hygiene strenger als Österreicher

04:19
01.09.2021
Deutsche und Österreicher haben laut einer Umfrage unterschiedliche Hygiene-Vorstellungen in Corona-Zeiten. 64 Prozent der Deutschen sähen es gern, wenn Kellner und andere Beschäftigte im Gastgewerbe einen Mund-Nasen-Schutz trügen. Unter den Österreichern seien es nur 41 Prozent, geht aus der Umfrage des Marktforschungsunternehmens Appinio im Auftrag des österreichischen Hygiene-Unternehmens Hagleitner hervor. Auch beim Verhalten der Gäste seien die Deutschen deutlich strenger. 56 Prozent erwarteten das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Verlassen des Platzes. Ähnlich würden nur 36 Prozent der Österreicher denken, teilte das Unternehmen am Mittwoch weiter mit.

Unterschiede beim Hygienebedürfnis zeigten sich auch bei Männern und Frauen. 68 Prozent der Frauen möchten die WC-Brille selbst vor Ort desinfizieren können, bei den Männern gehe es 54 Prozent so. Für die Umfrage wurden am 17. und 18. August in beiden Ländern jeweils 1000 repräsentativ ausgewählte Personen im Alter von 14 bis 69 Jahren befragt.

(dpa)

WHO-Frühwarnzentrum für Pandemien wird in Berlin eröffnet

04:18
01.09.2021
In Berlin wird an diesem Mittwoch das neue Pandemiefrühwarnzentrum der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eröffnet. Dort sollen die Fäden aus aller Welt zusammenlaufen, um Bedrohungen wie durch das Coronavirus früh zu erkennen. Dann könnten Regierungen rechtzeitig Maßnahmen verhängen und etwa Verhaltens- oder Reiseempfehlungen aussprechen. An der Eröffnung nehmen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) und WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus teil.

Gesundheitsexperten warnen, dass das Auftauchen eines neuen Virus mit weltweiten Gefahren nur eine Frage der Zeit ist. Signale müssten systematisch überwacht werden. Die Hoffnung ist, dass dann früher und konsequenter gehandelt wird als nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang vergangenen Jahres. «Eine wesentliche Grundlage für den Kampf gegen zukünftige Pandemien sind Daten», sagte Bundeskanzlerin Merkel im Mai, als der Beschluss für dieses Zentrum fiel. «Daten, die, wenn sie mit den richtigen Analysewerkzeugen gebündelt und verarbeitet werden, Erkenntnisse liefern, die wir niemals alleine oder zumindest nicht so schnell entdecken könnten.»

Das Zentrum soll mithilfe von künstlicher Intelligenz Unmengen von Daten analysieren. Dabei geht es etwa um Tiergesundheit, ungewöhnliche Krankheiten bei Menschen, Verhaltensänderungen der Menschen, Klimawandelfolgen oder Bevölkerungsverschiebungen. Modelle sollen helfen, mögliche Risiken besser einzuschätzen.

Die Bundesregierung hat 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Unter anderem soll die Expertise des Robert Koch-Instituts, der Berliner Charité - sie ist eine der größten Universitätskliniken Europas - sowie des Hasso-Plattner-Instituts für Digital Engineering einfließen.

Solche Daten sammeln bislang neben der WHO auch die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE). Das Zentrum braucht aber auch Zulieferungen durch Regierungen, Labore und wissenschaftlichen Institute.

Die WHO-Untersuchung über den Ursprung des Coronavirus wirft generell kein gutes Licht auf den Kooperationswillen. China hat dem WHO-Team bei seinem von Peking monatelang hinausgezögerten Besuch wichtige Daten über die ersten bekannten Corona-Patienten vorenthalten. Als Grund wurde der Persönlichkeitsschutz der Patienten angegeben, obwohl solche Daten völlig anonymisiert aufbereitet werden können.

(dpa)

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