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Ifo-Umfrage: Zahl der Kurzarbeiter im August deutlich gesunken

08:06
03.09.2021
In Deutschland ist die Zahl der Kurzarbeiter im August einer Ifo-Umfrage zufolge deutlich gesunken. Es habe einen Rückgang auf 688 000 von zuvor 1,06 Millionen Personen gegeben, teilte das Institut am Freitag mit. Ifo schätzt die Zahl auf Grundlage der monatlichen Konjunkturumfrage unter deutschen Unternehmen und anhand von Daten der Bundesagentur für Arbeit.

Die Zahl der Kurzarbeiter liegt damit nach Einschätzung des Instituts erstmals seit Beginn der Corona-Krise unter einer Million. Den Anteil der abhängig Beschäftigten, die sich im August in Kurzarbeit befanden, schätzt das Institut auf 2,0 Prozent. Im Juli habe der Anteil noch bei 3,2 Prozent gelegen.

Besonders betroffen von Kurzarbeit bleibt das Gastgewerbe. Hier schätzen die Experten den Anteil auf 10,1 Prozent, was 107 000 Personen entspricht. Allerdings ging die Zahl auch hier erheblich zurück, denn im Vormonat betrug der Wert noch 17,1 Prozent.

Wie aus der Ifo-Umfrage weiter hervorgeht, zeigen die Material- und Lieferengpässe in den Industriebetrieben keine spürbaren Auswirkungen auf die Kurzarbeit. In der Industrie schätzt das Ifo-Institut den Anteil der Kurzarbeiter im August auf 2,7 Prozent, nach 4,2 Prozent im Monat zuvor.

(dpa)

Weniger Hochschulabsolventen wegen Corona

08:05
03.09.2021
Wegen der Corona-Pandemie haben deutlich weniger Menschen die Hochschule abgeschlossen. Im Prüfungsjahr 2020 erwarben nur rund 477 000 Absolventinnen und Absolventen einen Abschluss an den deutschen Hochschulen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Das waren sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Mit einer Ausnahme im Jahr 2018 war die Zahl der Hochschulabschlüsse seit 2001 kontinuierlich gestiegen.

«Im Rückgang der Absolventenzahlen im Prüfungsjahr 2020 zeigen sich die Folgen der Corona-Pandemie», sagte Thomas Feuerstein aus dem Referat Hochschulen des Bundesamts. «Pandemiebedingt wurden Prüfungen zum Teil in Folgesemester verschoben. Bibliotheken, Labore und Werkstätten waren zeitweise geschlossen oder nur eingeschränkt nutzbar. Das hat nicht nur die Durchführung von Prüfungen, sondern auch die Prüfungsvorbereitung für die Studierenden erschwert.»

Die Absolventenzahlen sanken in allen Bundesländern. Den stärksten Rückgang gab es in Berlin mit minus zwölf Prozent, den geringsten in Nordrhein-Westfalen mit drei Prozent. Die Hälfte aller Hochschulabschlüsse im Jahr 2020 waren Bachelorabschlüsse, gut ein Viertel Masterabschlüsse. Den stärksten Rückgang gab es der Statistik zufolge bei den Geisteswissenschaften.

(dpa)

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