Letztes Update:
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Fast 61 Prozent der Bevölkerung in Deutschland doppelt geimpft

10:26
02.09.2021
Rund 61 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag hervor (Stand: 11.33 Uhr). Demnach wurden am Mittwoch 264 072 Impfdosen verabreicht. Mehr als 54 Millionen Menschen (65,5 Prozent) haben inzwischen mindestens eine Impfung bekommen, 50,6 Millionen (60,9 Prozent) sind vollständig geimpft.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 75,4 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Der Stadtstaat zählt mit 70,8 Prozent auch den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Sachsen steht mit 55,2 Prozent Erstgeimpfter und 51,9 Prozent vollständig geimpfter Einwohner am Ende beider Ranglisten.

Die Impfkampagne gegen den Erreger Sars-CoV-2 hatte in Deutschland Ende vergangenen Jahres begonnen. Mittlerweile können sich Menschen unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste um einen Termin bemühen.

(dpa)

Luca-App kündigt «umfassendes Update» zum Herbst an

10:24
02.09.2021
Die umstrittene Luca-App zur Eindämmung der Corona-Pandemie soll in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern zum Herbst hin ausgebaut und verbessert werden. Künftig sollen die Ärzte der Gesundheitsämter die Nutzer der Luca-App direkt kontaktieren und in unterschiedlichen Abstufungen warnen können, kündigte am Donnerstag Patrick Hennig, Geschäftsführer der Culture4Life GmbH, an. Bislang erhalten App-User nur einen allgemeinen Hinweis, wenn ein Gesundheitsamt auf die Luca-Daten einer Person zugreift.

Das «umfassende Update» werde derzeit mit den Gesundheitsämtern in Hamburg, München, Hannover, Stuttgart, Düsseldorf, Nürnberg, Augsburg und Nordfriesland getestet und feinjustiert. Die Gesundheitsämter würden durch differenzierte Warnhinweise und eine höhere Datenqualität profitieren. Dazu werde Luca auch zusätzliche Informationen über den Veranstaltungsort zur Verfügung stellen. Um die Einschätzungen im Hinblick auf das mögliche Infektionsrisiko zu verbessern, würden künftig Details wie die Belüftung, Größe, Laufwege, Raumaufteilung erfasst. «Dies hilft Gesundheitsämtern, mögliche Risiken besser, leichter und schneller zu bewerten.»

Die Luca-App will die Zettelwirtschaft ersetzen, die bei einer analogen Erfassung der Besuche von Restaurants, Ausstellungen und anderen Events entsteht. Die Anwendung wird seit Monaten von Datenschutz-Aktivisten und etlichen Sicherheitsforschern kritisiert. Sie stören sich unter anderen an der zentralen Datenspeicherung und halten die App für unwirksam. Zu den Luca-Skeptikern gehören auch einzelne Vertreter von Gesundheitsämtern, etwa in Berlin-Neukölln.

Hennig betonte, das System könne künftig auch Orte mit einem möglichen erhöhten Infektionsgeschehen automatisch erkennen, wenn beispielsweise zwei mögliche Infektionsfälle an einem Ort oder mehr entdeckt werden. Das System sei dann in der Lage, die Nutzerinnen und Nutzer entsprechend zu informieren.

Für die Restaurantbetreiber und Veranstalter werde es eine eigene App geben, die das vorhandene «Luca Locations Managementtool» um eine mobile Komponente erweitert. Damit werde es etwa möglich sein, direkt beim Check-in den Impf- und Genesenstatus der Gäste oder Testergebnis-Zertifikate zu überprüfen. Mit der App könne der Gastgeber auch ganze Tische auschecken, womit die Datenqualität erhöht werde.

(dpa)

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