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Bouffier für Einschränkungen für Ungeimpfte

18:31
13.09.2021
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat sich dafür ausgesprochen, die Rechte von Ungeimpften einzuschränken - unter anderem bei der Lohnfortzahlung für in Quarantäne befindliche ungeimpfte Arbeitnehmer.

«Klar ist: Es gibt nur eine Entschädigung, wenn es für den Betroffenen unvermeidbar war. So steht es bereits im Gesetz. Ich will das nicht überstürzen, aber dem Grundgedanken stimme ich zu», sagte der CDU-Politiker dem «Handelsblatt» (Dienstag).

Im öffentlichen Bereich, wo der Zugang für alle nötig ist, soll laut Bouffier ein Schnelltest nicht mehr genügen. Er gehe davon aus, dass ein PCR-Test nötig sein wird.

Auch unterstütze er, dass private Unternehmen Ungeimpften den Zugang in ein Geschäft verwehren. «Wer sich nicht impft, muss das akzeptieren. Es bleibt nur noch die Frage übrig: Wie wird das ausgestaltet? Darüber diskutieren wir.» Dabei gehe es nicht um Stigmatisierung. «Aber die eigene Freiheit endet da, wo die Freiheit anderer eingeschränkt wird.»

(dpa)

Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten sinkt leicht

16:48
13.09.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken.

Der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche fiel am Montag (Stand: 16.00 Uhr) auf 91,0 nach 91,8 am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Montag mitteilte. Die Behörde verzeichnete 663 Infektionsfälle mehr als am Sonntag und 14 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Virus.

Damit haben sich mittlerweile 547 913 Menschen im Südwesten nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg auf 10 549. Die Infektionen verteilen sich sehr ungleich auf Geimpfte und Ungeimpfte. Bei den Geimpften beträgt die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz 18,9. Bei Menschen ohne Impfung, mit unvollständiger Impfserie oder ohne Angaben zum Impfstatus verzeichnete die Behörde eine Inzidenz von 203,8.

Auf den Intensivstationen im Land werden aktuell 204 Covid-Patienten behandelt. Das sind elf mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Corona-Infizierten, die innerhalb von einer Woche pro 100 000 Einwohner in eine Klinik eingeliefert wurden, beträgt derzeit 2,2.

Ab einem Wert von 8 oder mindestens 250 Covid-Patienten in Intensivbehandlung sollen in Baden-Württemberg nach Plänen der Landesregierung künftig strengere Corona-Maßnahmen vor allem für Ungeimpfte gelten.

Die Impfquote in Baden-Württemberg beträgt inzwischen 63,8 Prozent in Bezug auf Erstimpfungen. Der Anteil der vollständig Geimpften liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 61,0 Prozent.

(dpa)

12- bis 15-Jährige in Großbritannien sollen Corona-Impfung erhalten

16:24
13.09.2021
In Großbritannien sollen alle 12- bis 15-Jährigen ein Angebot zur Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Die obersten medizinischen Regierungsberater der vier Landesteile sprachen sich am Montag dafür aus, Kindern und Jugendlichen dieser Altersgruppe das Mittel der Konzerne Biontech und Pfizer zu spritzen.

Ausschlaggebend für die Entscheidung war nach Angaben der Experten vor allem die erwartete positive Auswirkung für die Aufrechterhaltung des Schulbetriebs. «Wir denken, dass es ein wichtiges und potenziell nützliches zusätzliches Werkzeug ist, um die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit durch Störung der Bildung zu verringern», sagte der Chefberater der britischen Regierung Chris Whitty bei einer Pressekonferenz in London.

Trotzdem habe bei der Entscheidung die Gesundheit der betroffenen Altersgruppe im Mittelpunkt gestanden, betonten die medizinischen Chefberater. Schüler hätten während der Pandemie erheblich unter dem Unterrichtsausfall gelitten, beispielsweise durch soziale Isolation.

Zuvor hatte sich die britische Impfkommission gegen eine flächendeckende Impfung der 12- bis 15-Jährigen ausgesprochen. Eine Infektion bedeute nur geringe Risiken für diese Altersgruppe, die Vorteile durch eine Impfung seien hingegen marginal, so die Argumentation damals. Die psychischen Auswirkungen von Unterrichtsausfall wurden dabei aber nicht berücksichtigt.

Premierminister Boris Johnson hatte deutlich gemacht, dass er der Empfehlung der medizinischen Chefberater folgen werde. Damit könnten sich voraussichtlich bald etwa drei Millionen Kinder und Jugendliche in Großbritannien impfen lassen. Vermutlich werden die Impfdosen in der Schule oder mit Vermittlung der Schulen verabreicht.

Zunächst wird den Plänen zufolge nur je eine Dosis gespritzt. Ob sie auch - wie Erwachsene - eine zweite Dosis erhalten, soll nun geprüft werden. Dafür seien mehr internationale Daten nötig. Eine Entscheidung wird nicht vor Frühling erwartet. In Deutschland können sich 12- bis 15-Jährige bereits seit Juni impfen lassen und erhalten zwei Dosen im Abstand von einigen Wochen.

(dpa)

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