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Keine Maskenpflicht im Freien mehr im Urlaubsland Portugal

10:49
13.09.2021
Gute Nachricht für Portugal-Fans: Nach genau 318 Tagen müssen die Menschen im beliebten Urlaubsland auf der Straße, in Parks oder auf der Strandpromenade keinen Mund- und Nasenschutz mehr tragen. Am Montag ging die seit Ende Oktober 2020 herrschende Maskenpflicht im Freien im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage zu Ende. Auf den Straßen der Hauptstadt Lissabon und anderer Städte trugen viele Menschen aber weiterhin Schutzmaske. Sie folgten der Empfehlung von Gesundheitsministerin Graça Freitas, bei größeren Ansammlungen auch im Freien Vorsicht walten zu lassen.

Nach dem Sommer-Höchststand von rund 438 fiel die 14-Tage-Inzidenz in Portugal zuletzt auf 240. Die Einschränkungen werden deshalb immer mehr gelockert. Dabei ist man aber deutlich vorsichtiger als zum Beispiel in Spanien, wo die Infektionszahlen ebenfalls rapide zurückgehen und die Maskenpflicht im Freien schon vor zweieinhalb Monaten aufgehoben wurde. Anders als im Nachbarland muss in Portugal etwa zum Besuch der Innenbereiche vieler Einrichtungen ein Impf- oder ein Genesenen-Nachweis oder ein negativer Test vorgelegt werden.

Nur in wenigen Ländern war die Impfkampagne so erfolgreich wie in Portugal. Rund 80 Prozent aller 10,3 Millionen Bürger sind dort bereits vollständig geimpft. Unter Berufung auf die Regierung von Ministerpräsident António Costa berichtete die Zeitung «Público» am Montag, bis Ende September werde man mit Sicherheit die 85-Prozent-Marke erreichen. 84 Prozent aller Zwölf- bis 17-Jährigen hätten schon den ersten Stich bekommen, hieß es.

(dpa)

Spahn: Impfaktionswoche soll mehr Menschen überzeugen

09:56
13.09.2021
Bund, Länder und Kommunen gehen seit Montag gezielt auf die Menschen in Deutschland zu, die bisher keine Corona-Impfung haben. Die Bürgerinnen und Bürger können sich an vielen Stellen oft ohne Termin und stets kostenfrei gegen Corona impfen lassen. Zum Start der Impfaktionswoche sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf WDR 5, mehr Menschen zu überzeugen sei nötig, um sicherer durch Herbst und Winter zu kommen. Es gelte, sich auf eine weiter steigende Corona-Welle mit der Deltavariante vorzubereiten.

Die bundesweite Impfaktionswoche hat das Motto #HierWirdGeimpft. Im Internet aufgeführte Aktionen reichen von Impfen ohne Termin am alten Flughafen Schönefeld in Berlin zum Start der Woche am Montag bis zur Impfung beim Heimspiel des Eishockeyclubs Kölner Haie am Sonntag.

Spahn sagte: «Es gibt immer noch diejenigen, die eigentlich gar nichts gegen das Impfen haben, die vielleicht sogar schon mal einen Termin hatten, den haben sie verpasst und sie haben sich einfach keinen neuen gemacht.» Im Supermarkt, auf dem Baumarkt, im Zoo oder auch auf dem Herbstfest des Heimatvereins nähmen die Menschen dann die Möglichkeit wahr.

In Deutschland liegt die Impfquote weit hinter der Marge, die zur Verhinderung einer großen vierten Welle als nötig erachtet wird. Stand Montag sind 62,2 Prozent der Gesamtbevölkerung voll geimpft. Mindestens eine Impfdosis haben 66,5 Prozent. Die Regierung strebt bei den Über-60-Jährigen eine Quote von über 90 Prozent an, bei den 12- bis 59-Jährigen von 75 Prozent, wie Spahn vergangene Woche gesagt hatte. Nötig seien dafür noch rund fünf Millionen Impfungen.

Spahn wies zurück, dass es zuviel Druck auf Ungeimpfte gebe. Es sei die eigene Entscheidung, ob man sich impfen lasse. Doch man müsse auch die Konsequenzen aus der Entscheidung tragen. Wenn also, so Spahn, etwa ein Ungeimpfter nach einer Reise in ein Risikogebiet in Quarantäne müsse - warum sollten dann alle anderen dafür zahlen? Spahn bezeichnete es als wichtig, dass aus Spannungen zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften keine gesellschaftliche Spaltung werde.

Spahn verteidigte, dass die Impfzentren Ende September überwiegend schließen. Jetzt gelte es, Impfangebote auf den Markt-, Spiel- oder Sportplätzen sowie am Arbeitsplatz zu machen.

(dpa)

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