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Festnahmen und Verletzte bei Corona-Protesten in der Slowakei

04:25
02.09.2021
Mehrere Tausend Menschen haben am Mittwoch in den beiden größten Städten der Slowakei gegen die Corona-Politik der Regierung demonstriert. In der Hauptstadt Bratislava besetzten vor allem rechtsextreme Impfgegner mehrere Stunden lang einen zentralen Verkehrsknoten. Erst am Abend löste die Polizei diese Straßenblockade auf und setzte dabei nach Medienberichten auch Tränengas und Gummiknüppel ein. Wasserwerfer wurden zwar aufgefahren, aber nicht eingesetzt. Mindestens drei Demonstranten wurden bei Auseinandersetzungen mit der Polizei verletzt, vier andere festgenommen.

In der zweitgrößten Stadt Kosice, im Osten des Landes, nahm die Polizei zwei Personen vorübergehend fest, meldete aber keine Verletzten. Zu den anlässlich eines Staatsfeiertages schon am Vormittag an mehreren zentralen Plätzen beider Städte begonnenen Protesten hatten unabhängig voneinander die linkspopulistische Partei Richtung-Sozialdemokratie des ehemaligen Langzeit-Regierungschefs Robert Fico, zwei rechtsextreme Parlamentsparteien und unabhängige Initiatoren aufgerufen. Viele Teilnehmende pendelten aber während des Tages unübersichtlich zwischen den einzelnen Kundgebungsplätzen hin und her und vermischten sich.

Marian Kotleba, der wegen Nazi-Propaganda zu einer noch nicht rechtskräftigen Haftstrafe verurteilte Chef der rechtsextremen Volkspartei Unsere Slowakei LSNS, bezeichnete in seiner Rede vor dem Amtssitz von Staatspräsidentin Zuzana Caputova in Bratislava die dort wehenden EU-Fahnen als «Okkupantenfetzen», wie im TV-Nachrichtensender TA3 zu sehen war. Kundgebungsteilnehmer kritisierten die von der Regierung propagierten Corona-Impfungen als «Genozid am slowakischen Volk». Linkspolitiker Fico warf in Kosice der populistisch-konservativen Regierung Versagen vor und kündigte eine Petition für vorgezogene Neuwahlen an.

(dpa)

Kapitel

Mittwoch, 1. September

Kölner Testspiel gegen Enschede abgesagt - Corona-Fälle beim Gegner

19:28
01.09.2021
Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat ein Testspiel gegen Twente Enschede absagen müssen. Aufgrund von Corona-Fällen kann der niederländische Erstligist zu dem für Donnerstag geplanten Freundschaftsspiel nicht antreten. Das teilten beide Vereine am Mittwoch mit. Kölns Trainer Steffen Baumgart ändert deshalb kurzfristig das Programm und lässt seine Profis nun in einer internen Begegnung gegeneinander spielen.

(dpa)

Kurz vor Anpfiff: Schweizer Xhaka positiv auf Coronavirus getestet

18:54
01.09.2021
Der Schweizer Nationalmannschaftskapitän Granit Xhaka ist kurz dem Anpfiff des Testspiels gegen Griechenland positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Schweizer Verband am Mittwochabend mit. «Bei Xhaka wurden am Morgen des Spiels Symptome festgestellt, worauf er umgehend in seinem Zimmer isoliert wurde», teilte der SFV mit. Ein Schnelltest beim 28-Jährigen war zunächst negativ ausgefallen, «der anschließend sicherheitshalber vorgenommene PCR-Test lieferte am Abend ein positives Resultat zutage», hieß es.

Der in England für den FC Arsenal spielende Xhaka war den ganzen Tag ohne Kontakt zu seinen Teamkollegen geblieben. Da alle Schweizer Nationalspieler «entweder geimpft oder genesen sind» ordnete der Kantonsarzt des Kantons Baselland keine weiteren Maßnahmen an.

Am Donnerstag soll ein weiterer PCR-Test vorgenommen werden. Danach dürfte auch klar sein, ob Xhaka am Sonntag im Spiel der WM-Qualifikation gegen Europameister Italien dabei sein kann.

(dpa)

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