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Rentner Gauck greift Impfgegner an: «Bekloppte»

13:11
11.09.2021
Alt-Bundespräsident Joachim Gauck hat die Gegner einer Impfung gegen das Coronavirus scharf angegriffen. Bei einer Tagung für Lehrer am Samstag in Rostock betonte er, dass die Pandemie noch nicht überwunden sei. «Dann ist ja auch schrecklich, dass wir in einem Land leben, in dem nicht nur Bildungswillige leben, sondern auch hinreichende Zahlen von Bekloppten. Also Entschuldigung: Das darf ich mal so locker formulieren, ich bin ja jetzt Rentner und muss nicht mehr auf jedes Wort achten.» Gauck (81) sagte, dass die Menschen mit ihrer Einsicht «Impfen sei schädlich» nicht für sich selbst, sondern für ihr Umfeld Probleme schafften. «Das ist ja alles unglaublich.»

Gauck war von 2012 bis 2017 Bundespräsident.

(dpa)

Zeitung: Tests für ungeimpfte Arbeitnehmer und Selbstständige geplant

09:45
11.09.2021
Baden-Württemberg will einem Bericht zufolge ungeimpfte Arbeitnehmer und Selbstständige mit Kontakt zu außenstehenden Personen zu wöchentlichen Tests verpflichten, sobald die neue Corona-Warnstufe in Kraft tritt. Das schrieb unter anderem die «Heilbronner Stimme» am Samstag. Die Tests müssten vier Wochen aufbewahrt werden und den zuständigen Behörden auf Wunsch überlassen werden, heißt es darin weiter. Die Zeitungen berufen sich auf einen aktuellen Entwurf der neuen Corona-Verordnung des Landes. Darin sollen vor allem härtere Maßnahmen für Ungeimpfte verankert werden. Das Ministerium wollte den Bericht am Samstag nicht kommentieren. Man wolle den genauen Details der Verordnung noch nicht vorgreifen, so ein Ministeriumssprecher.

Eine neue Verordnung sollte eigentlich am kommenden Montag in Kraft treten. Sie verzögert sich aber um rund eine Woche, da das Infektionsschutzgesetz des Bundes noch nicht in Kraft ist, hatte das Ministerium am Freitagabend mitgeteilt. Unter anderem soll im Südwesten dann die erste sogenannte Warnstufe landesweit gelten, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Symptomen in eine Klinik eingeliefert worden sind. Dann hätten Ungeimpfte etwa nur noch mit einem PCR-Test Zugang zu bestimmten öffentlichen Bereichen.

In einem zweiten Schritt, vom Land Alarmstufe genannt, gilt landesweit die 2G-Regel (Geimpfte und Genesene), sobald 390 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden oder die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz bei 12 liegt. Dann hätten Ungeimpfte unter anderem keinen Zutritt mehr zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen.

(dpa)

RKI registriert 11 214 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 82,8

06:55
11.09.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) aktuell bei 82,8. Das geht aus Angaben des Instituts vom Samstagmorgen hervor. Am Vortag hatte der Wert bei 83,8 gelegen, vor einer Woche bei 80,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11 214 Corona-Neuinfektionen. Die Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von 04.12 Uhr wieder. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10 835 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 45 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 24 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 070 295 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 1,95 an (Vortag 1,89). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 817 900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92 598.

(dpa)

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