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Minister Lucha: Trotz Corona die Grippe-Impfung nicht vergessen

06:51
11.09.2021
Im Schatten der Corona-Pandemie könnte das Risiko der Grippe nach Einschätzung von Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) unterschätzt werden. «Durch die Corona-Pandemie ist das Thema Grippe und Influenza leider aus dem öffentlichen Fokus geraten», sagte Lucha vor Beginn der Grippe-Saison der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Eine Grippe sei aber keine einfache Erkältung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung.

Schwere Krankheitsverläufe drohen insbesondere bei älteren Menschen, sagte Lucha. Sie zählen nach Angaben der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Risikogruppe. «Wir müssen in jedem Fall verhindern, dass die Intensivstationen zusätzlich belastet werden», erklärte Lucha weiter. Das Sozialministerium in Baden-Württemberg empfiehlt aber nicht nur Risiko-Gruppen die Impfung, sondern allen.

Im vergangenen Jahr war die Nachfrage nach Grippeschutzimpfungen im Südwesten hoch - in zahlreichen Arztpraxen kam es zu Engpässen beim Impfstoff. Die baden-württembergische Kassenärztliche Vereinigung (KV) rechnet 2021 mit einer ähnlich starken Nachfrage wie im vergangenen Jahr.

Beginn der Grippe-Saison ist Anfang Oktober. Üblicherweise hat sie ihren Höhepunkt im Februar und März. Nach der Impfung dauert es bis zu zwei Wochen bis zu einem vollständigen Impfschutz.

(dpa)

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Freitag, 10. September

1746 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages im Südwesten

19:36
10.09.2021
Im Südwesten haben sich im Vergleich zum Vortag 1746 Menschen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Damit beträgt die Zahl der Infektionsfälle in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie nun 545 270, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Freitag mitteilte. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz betrug 93,4.

Sechs neue Todesfälle und damit mittlerweile 10 531 Tote in Verbindung mit dem Virus verzeichnete die Behörde. Die Neuinfektionen verteilen sich weiter sehr unterschiedlich zwischen Geimpften und Ungeimpften. Bei Menschen mit vollständigem Corona-Impfschutz betrug die Inzidenz zuletzt 18,7. Für Menschen ohne jegliche oder mit unvollständiger Impfung sowie ohne Angaben zum Impfstatus gab die Behörde die Inzidenz mit 208,8 an.

Auf den Intensivstationen des Landes werden derzeit 171 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt. Die Zahl der Corona-Infizierten pro 100 000 Einwohner, die innerhalb einer Woche neu in Kliniken behandelt werden, betrug 2,37. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz soll neben der Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen künftig ausschlaggebend für strengere Corona-Maßnahmen sein.

Die Impfquote mit Bezug auf die vollständig Geimpften beträgt derzeit 60,7 Prozent. Als mindestens einmal geimpft gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts rund 63,6 Prozent der Menschen im Land. Beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht eine Dosis, bei allen anderen Vakzinen sind zwei Spritzen nötig.

(dpa/lsw)

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