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UN fehlen in Afghanistan Millionen für humanitäre Hilfe

10:24
19.08.2021
In Afghanistan sind immer mehr Menschen auf internationale Unterstützung angewiesen. Den Vereinten Nationen fehlt es aber an Spendengeldern, wie das UN-Nothilfebüro (OCHA) am Donnerstag in Genf berichtete. Benötigt würden für dieses Jahr mindestens weitere 700 Millionen Euro. Die Vereinten Nationen hatten den Spendenbedarf schon vor dem Siegeszug der militant-islamistischen Taliban auf knapp 1,3 Milliarden Dollar (gut 1,1 Mrd Euro) beziffert. Bis Donnerstag kam etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Summe zusammen.

Im zweiten Halbjahr werde der Bedarf wegen einer anhaltenden Dürre mit einer schwachen Weizenernte weiter steigen, warnte das Nothilfebüro. Nach Schätzungen wurden in Afghanistan etwa 3,5 Millionen Menschen vertrieben, davon 550 000 seit Beginn dieses Jahres. Neben den Konflikten zwischen Aufständischen und Regierungstruppen trage auch die Dürre mit schlechten Ernten und wenig Futter für Tiere zu der prekären Lage bei, berichtete OCHA. Die Landwirtschaft dürfte deshalb um 28 Prozent zurückgegangen sein.

Die humanitären Organisationen gehen davon aus, dass in Afghanistan mehr als zwölf Millionen Menschen Probleme haben, ausreichend Lebensmittel zu beschaffen - fast ein Drittel der Bevölkerung. Weizen, Reis, Zucker und Öl zum Kochen sind nach deren Angaben heute mehr als 50 Prozent teurer als vor Beginn der Corona-Pandemie.

dpa

Bundeswehr-Maschine bringt mehr als 200 Menschen aus Kabul

07:42
19.08.2021
Die Bundeswehr hat mehr als 200 weitere Menschen aus der afghanischen Hauptstadt Kabul ins Nachbarland Usbekistan gebracht. Eine Transportmaschine mit insgesamt 211 Bundesbürgern, afghanischen Ortskräften und weiteren Passagieren landete am Donnerstag in der usbekischen Hauptstadt Taschkent, wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte. Von dort geht es dann mit zivilen Flugzeugen weiter nach Deutschland. Damit wurden nach Angaben des Ministeriums von der Bundeswehr seit dem Machtwechsel in Afghanistan bereits mehr als 900 Menschen evakuiert.

dpa

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