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China bestraft mehr als 30 Funktionäre wegen Corona-Ausbruch

08:23
09.08.2021
In China sind mehr als 30 Funktionäre wegen der jüngsten Corona-Welle bestraft worden. Wie die staatliche Zeitung «Global Times» berichtete, wurden Beamte in vier betroffenen Provinzen wegen «schleppender Reaktion und unzureichendem Management» zur Verantwortung gezogen. Um welche Strafen es sich handelt, wurde nicht bekannt. Betroffen seien Vizebürgermeister, Bezirksvorstände, Leiter von lokalen Gesundheitskommissionen, Krankenhausmanager und Beamte aus der Flughafen- und Tourismusbranche.

Seit mehr als einem Jahr hat sich das Leben in China, wo im Dezember 2019 weltweit die ersten Infektionen mit der neuen Viruserkrankung entdeckt worden waren, wieder weitgehend normalisiert. Es wird eine strenge «Null-Covid-Politik» verfolgt: Bei Ausbrüchen wird sofort mit Massentests, Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverfolgung und Quarantäne reagiert. Auch gelten scharfe Beschränkungen für Einreisende, die mindestens zwei Wochen in eine Quarantäneeinrichtung müssen.

Die stark ansteckende Delta-Variante hat die Behörden zuletzt jedoch mehrfach an ihre Grenzen gebracht. Nach einem Ausbruch am Flughafen der ostchinesischen Stadt Nanjing vor drei Wochen breitet sich das Virus aus. Bislang wurden landesweit mehr als 900 Infektionen mit der Variante gemeldet. Vielerorts gibt es Massentests. Auch wurden Reisen in Teilen des Landes eingeschränkt.

(dpa)

Schottland streicht fast alle Corona-Regeln

07:02
09.08.2021
Drei Wochen nach dem Ende fast aller Corona-Regeln in England hat auch der britische Landesteil Schottland die meisten Vorschriften aufgehoben. Seit Montag sind - mit wenigen Ausnahmen - die Abstandsregeln aufgehoben. Für Pubs und Restaurants sowie Veranstaltungen gelten keine Kapazitätsgrenzen mehr. Nachtclubs dürfen öffnen. In Behörden sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen allerdings weiterhin Masken getragen werden. Auch in Schulen gilt zunächst noch Maskenpflicht. Allerdings muss bei einem Corona-Fall nicht mehr die gesamte Klasse nach Hause in Isolation.

Regierungschefin Nicola Sturgeon sprach vom «bisher vielleicht bedeutendsten Datum» in der Pandemie. Zugleich rief sie alle auf, vorsichtig zu bleiben. Die Pandemie sei noch nicht vorbei. Bereits seit Samstag sind auch in Wales so gut wie alle Corona-Maßnahmen bis auf die Maskenpflicht beendet. In England gibt es bereits seit dem 19. Juli keine gesetzlichen Vorgaben mehr zum Maskentragen. Am schärfsten sind die Regeln noch in der Provinz Nordirland. Hier will die Regierung in wenigen Tagen entscheiden, ob gelockert wird.

(dpa)

Schleswig-Holstein will an Drei-G-Strategie in Innenräumen festhalten

06:14
09.08.2021
Nach Ansicht von Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) sollten Geimpfte, Genesene und Getestete in der Corona-Pandemie weiterhin gleich behandelt werden. «Dass staatlich verordnet nur noch Geimpfte und Genesene beispielsweise in Innenräume von Restaurants dürfen, halte ich für ausgesprochen schwierig. Das wäre de facto eine Impfpflicht durch die Hintertür», sagte der FDP-Politiker dem «Hamburger Abendblatt» (Montag). «An der aktuellen Drei-G-Strategie aus geimpft, genesen, getestet sollte man festhalten.»

Garg glaubt nicht, dass man zurückhaltende und skeptische Menschen von einer Impfung überzeugt, in dem man sie unter Druck setzt. «Man muss sie stattdessen überzeugen von den unglaublichen Vorteilen einer Impfung: Das sind der Schutz der eigenen Gesundheit, der Schutz der Menschen, die einem am allerwichtigsten sind und der Dienst an der Gemeinschaft.»

Der Minister machte aber auch deutlich, dass er beispielsweise für kostenpflichtige Tests für Nichtgeimpfte vor einem Restaurantbesuch sei, wenn «jede und jeder die Möglichkeit hatte, ein Impfangebot wahrzunehmen». Ausdrücklich ausnehmen davon würde er diejenigen, die sich nicht impfen lassen könnten oder dürften, sagte er der Zeitung.

(dpa)

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