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Einreise-Testpflicht: Stichprobenartige Kontrollen begonnen

10:32
01.08.2021
Die Bundespolizei hat am Sonntag mit Kontrollen der verschärften Testpflicht für Reiserückkehrer begonnen. «Es erfolgen stichprobenartige Kontrollen. Wir versuchen mit unseren Kräften aber so viele Einreisende wie möglich zu überprüfen», sagte der Sprecher der Bundespolizei in Pirna, Holger Uhlitzsch, mit Blick auf die sächsischen Grenzen zu Polen und Tschechien.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte: «Die Bayerische Grenzpolizei wird in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizei Reiserückkehrer aus dem Ausland im Rahmen der stichprobenartigen Schleierfahndung kontrollieren, um die Einhaltung der verschärften Regeln zu überprüfen». Dabei werde auch die bayerische Bereitschaftspolizei die Beamten an der Grenze unterstützen.

Seit Sonntag müssen alle Menschen ab zwölf Jahren bei ihrer Einreise nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist: mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Eine solche Vorgabe gab es bisher schon für alle Flugpassagiere. Künftig gilt dies für alle Verkehrsmittel, also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn.

«Der Schwerpunkt der Kontrollen liegt an den Autobahnen und Bundesstraßen sowie an der Zugstrecke Prag-Berlin», erläuterte Uhlitzsch. An den Grenzen werde aber niemand zurückgeschickt. Die Daten würden erhoben und an das zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet. «Wir erheben auch keine Bußgelder, sondern leiten die Anzeige einer Ordnungswidrigkeit an die zuständigen Behörden weiter», erklärte der Sprecher der Bundespolizei. 

(dpa)

Italien: 60 Prozent voll geimpft - Proteste gegen Beschränkungen

09:34
01.08.2021
Italien hat in seiner Impfkampagne gegen das Coronavirus ein Etappenziel erreicht. Mit 32,4 Millionen Menschen seien 60 Prozent der Bevölkerung über 12 Jahren vollständig geimpft, teilte der außerordentliche Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, am Sonntag mit. Bis Ende September wolle Italien die Marke von 80 Prozent und damit ihm zufolge eine Herdenimmunität erreicht haben.

Am Wochenende demonstrierten in Italien wieder Tausende Menschen gegen die geplanten Corona-Maßnahmen. Die Regierung hatte diese wegen der steigenden Fallzahlen beschlossen. Ab dem 6. August müssen Menschen, die etwa innen im Restaurant essen oder ins Museum wollen, einen Nachweis über mindestens eine Corona-Impfung, die Genesung von der Krankheit oder einen negativen Corona-Test vorlegen. Auch im Parlament kam es zu tumultartigen Protesten rechter Politiker gegen die Maßnahmen.

Gesundheitsexperten appellieren immer wieder an die Bevölkerung, sich gegen die Viruskrankheit impfen zu lassen und sich an die Corona-Regeln zu halten. Ein Streitthema war zuletzt auch eine mögliche Impfpflicht für Lehrer, damit das kommende Schuljahr ab September wieder mit Präsenzunterricht starten kann. Die Regierung will Medien zufolge unter der Woche darüber entscheiden. Laut Gesundheitsminister sind 15 Prozent der Lehrkräfte noch nicht geimpft.

In Italien stieg die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt auf landesweit 58 Fälle je 100 000 Einwohner. Immer wieder wird diskutiert, welchen Einfluss die Menschenmassen zur Fußball-Europameisterschaft hatten. Einen Hinweis darauf sahen Experten des Obersten Gesundheitsinstituts in einem Bericht vom Freitag: Ab Ende Juni habe es mehr Ansteckungen bei Männern im Alter zwischen 10 und 39 Jahren als bei Frauen gegeben.

(dpa)

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