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Schulstart in NRW bis auf «ganz, ganz wenige Fälle» gewiss

09:10
05.08.2021
Trotz der teils verheerenden Flutschäden soll die Schule in NRW nach Worten der Landesbildungsministerin Yvonne Gebauer regulär beginnen. «Wir gehen davon aus, dass der Schulstart gelingen kann», sagte die FDP-Politikerin am Donnerstag bei einem Besuch von zwei von der Hochwasserkatastrophe getroffenen Schulen in Rheinbach und Euskirchen. Man müsse sicherlich noch mit Einschränkungen rechnen. Mehr als 150 Schadensmeldungen mit unterschiedlichem Ausmaß seien im Ministerium angekommen, sagte Gebauer. In «ganz, ganz wenigen Fällen» sei der Schulstart am 18. August noch unklar.

Die Schadenshöhe könne man noch nicht beziffern. Gebauer hatte am Donnerstagmorgen zunächst eine Schule in Rheinbach im Rhein-Sieg-Kreis besucht, um sich ein Bild zu machen. «Mein erster Eindruck war schon sehr beklemmend.» Nach den Sommerferien beginnt die Schule der Bildungsministerin zufolge im vollen Präsenzbetrieb «so normal wie möglich». Maske müsse wegen der Corona-Pandemie weiter im Unterricht und im Gebäude getragen werden, draußen auf dem Schulhof dürfe man diese abnehmen.

(dpa)

Corona-Infektionen in Olympia-Stadt Tokio steigen auf über 5000 Fälle

09:09
05.08.2021
Die Corona-Infektionen in der Olympiastadt Tokio sind erstmals über die Marke von 5000 Fällen gestiegen und schüren die Sorge vor einem Kollaps des Gesundheitssystems. Die Stadt registrierte am Donnerstag in Folge der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante des Virus 5042 Neuinfektionen und damit den höchsten Stand seit Ausbruch der Pandemie. Experten befürchten, dass die Zahl der Neuinfektionen in den nächsten zwei Wochen auf 10 000 Fälle steigen könnte.

Um einen Mangel an Klinikbetten zu verhindern, dürfen nach einer heftig umstrittenen Entscheidung der Zentralregierung in Gebieten mit steigenden Infektionszahlen nur noch Patienten mit schweren Symptomen beziehungsweise solche, bei denen das Risiko einer schweren Erkrankung besteht, ins Krankenhaus. Der plötzliche Kurswechsel der Regierung sorgte für einen Sturm der Empörung.

Die Delta-Variante sei ein «extrem starker Feind», sagte Tokios Gouverneurin Yuriko Koike. Inzwischen denkt man in der Regierung über Ausgangssperren nach. Doch vorerst bleibt es bei den Appellen der Behörden an die Bürger, trotz der Sommerferien und des bevorstehenden buddhistischen Ahnenfestes Obon zu Hause zu bleiben.

Die Olympia-Stadt befindet sich vorerst noch bis zum 31. August im Notstand. Das ist jedoch kein Lockdown. Es geht im wesentlichen darum, dass Restaurants und Bars keinen Alkohol ausschenken sollen und früher schließen. Derweil ist die Zahl der Infektionen in der olympischen Blase erneut gestiegen. Die Organisatoren meldeten 31 neue Fälle. Das ist ein Tageshöchstwert seit Beginn der Erfassung am 1. Juli. Betroffen ist auch ein Athlet oder eine Athletin.

(dpa)

Grüne wollen Gratis-Coronatests beibehalten

09:06
05.08.2021
Der Gesundheitsexperte der Grünen im Bundestag, Janosch Dahmen, lehnt Pläne für kostenpflichtige Coronatests ab. «Die Debatte kommt zur völlig falschen Zeit. Wenn wir uns das konkret anschauen, sind über 30 Millionen Menschen nach wie vor ungeimpft», sagte der Politiker am Donnerstag im «ARD-Morgenmagazin». Die bisherigen Gratis-Schnelltests ab Herbst kostenpflichtig zu machen, sei «nicht nur unfair, sondern vor allem schlecht, weil es uns in einen neuerlichen Blindflug in der Pandemie bringt».

Die Gratis-Tests haben den Staat in diesem Jahr bisher rund 3,7 Milliarden Euro gekostet. Diese Zahl nannte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der «Rheinischen Post» (Donnerstag). Zum Vergleich: Für die finanzielle Unterstützung von Studierenden und Schülern (Bafög) gab der Bund 2020 rund 2,9 Milliarden Euro aus.

Diskutiert wird derzeit darüber, die Kostenbefreiung bei den Tests künftig für all jene zu beenden, für die es eine Impfempfehlung gibt. Das Ministerium hat dies für Mitte Oktober vorgeschlagen.

(dpa)

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