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Tübinger Intendant fordert Impfpflicht für Theater

14:00
04.08.2021
Mit einer Impfpflicht könnten die Theater und Veranstalter nach Ansicht des Tübinger Intendanten Thorsten Weckherlin auf die sinkende Zahl von Impfungen reagieren. «Eine Impfpflicht für Theaterbesuche ist ein Anreiz, sich impfen zu lassen», sagte der Theaterregisseur und Intendant am Landestheater Tübingen am Mittwoch. «Würden bundesweit alle Bühnen und Veranstalter eine Impfpflicht für Theater und Festival-Besuche einführen, wäre das ein klares Zeichen.» Damit würden sich die Bühnen hinter die Wissenschaft stellen und einen wichtigen Schritt in Richtung Normalität gehen. «Auf der Bühne, im Probenraum und im Parkett muss es die Impfpflicht geben!», forderte der 58-Jährige.

Die Bundesregierung ist gegen eine Impfpflicht in Deutschland. In den USA hatten die beiden Internetriesen Google und Facebook angekündigt, ihre Mitarbeiter in den Vereinigten Staaten müssten sich vor einer Rückkehr in die Büros gegen das Coronavirus impfen lassen.

(dpa/lsw)

Bund will Corona-Kurs für Herbst mit den Ländern festlegen

12:45
04.08.2021
Die Bundesregierung will bei den Beratungen mit den Ländern in der kommenden Woche mögliche Maßnahmen gegen eine neue größere Corona-Welle im Herbst und Winter festlegen. Die steigenden Infektionszahlen seien «eine Warnung», sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch im Berlin. Der Umgang damit solle in der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Dienstag abschließend behandelt werden.

«Unser aller Ziel muss es ja sein, einen weiteren harten Lockdown zu verhindern», sagte Demmer. Unter anderem mit Basismaßnahmen wie Abstand und Masken hätten es alle in der Hand, den Pandemieverlauf zu beeinflussen. Zu möglichen weiteren Maßnahmen äußerte sie sich nicht. Ein Bericht des Gesundheitsministeriums mit Vorschlägen sei «eine Diskussionsgrundlage» für die Beratungen der Bund-Länder-Runde.

In dem Bericht heißt es, im Herbst und Winter brauche es weiterhin Maßnahmen, um das Gesundheitswesen vor Überlastung und Gruppen, die noch nicht geimpft werden können, zu schützen. Schutzmaßnahmen könnten wegen der fortgeschrittenen Impfkampagne moderater ausfallen als im vergangenen Herbst und Winter. Genannt wird unter anderem die Notwendigkeit einer weiteren Maskenpflicht «bis ins Frühjahr 2022» im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie im Einzelhandel - «für alle, auch für Geimpfte und Genesene».

Unabhängig von der Inzidenz sollte ab Anfang/Mitte September die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen «generell nur unter Einhaltung der 3G-Regel (3G: geimpft, genesen oder getestet) möglich sein», heißt es in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Bericht, der an den Bundestag und die Länder gesandt wurde. Genannt werden etwa Innengastronomie, körpernahe Dienstleistungen, Veranstaltungen drinnen sowie Großveranstaltungen drinnen und draußen.

Insbesondere für Ungeimpfte könnten abhängig von der Impfquote, der Inzidenz und der Rate schwerer Klinikfälle ab bestimmten Grenzwerten erneut weitergehende Einschränkungen notwendig werden. Dazu zählten insbesondere Kontaktbeschränkungen sowie die Begrenzung der Teilnahme oder der Ausschluss von der Teilnahme nicht geimpfter Personen an Veranstaltungen und in der Gastronomie («2G statt 3G»).

(dpa)

GM erholt sich von Corona-Krise - Chipmangel belastet weiter

12:43
04.08.2021
Der größte US-Autobauer General Motors (GM) verdient dank hoher Nachfrage nach SUVs und Pick-up-Trucks wieder gut. Im zweiten Quartal machte der Konzern 2,8 Milliarden Dollar (2,4 Mrd Euro) Nettogewinn, wie er am Mittwoch mitteilte. Vor einem Jahr hatte die Corona-Krise einen Verlust von 806 Millionen Dollar verursacht.

Inzwischen hat sich das Geschäft erholt, den Umsatz steigerte GM um mehr als das Doppelte auf 34,2 Milliarden Dollar. Vorstandschefin Mary Barra sprach in einem Brief an die Aktionäre von einem starken ersten Halbjahr, warnte jedoch vor anhaltenden Herausforderungen.

So litt die Bilanz zuletzt weiter unter Produktionsproblemen aufgrund von Computerchip-Engpässen, zudem fielen hohe Sonderkosten wegen eines großen Rückrufs an. Ein Ende des Chip-Mangels ist nicht in Sicht, das setzt dem US-Autoriesen weiter zu. In der kommenden Woche müssen deshalb drei Werke in Nordamerika vorübergehend schließen.

Dennoch hob GM die Jahresziele an und rechnet nun mit einem bereinigten Betriebsgewinn von bis zu 13,5 Milliarden Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen für 2021 maximal 11,0 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Die Aktie geriet vorbörslich zunächst trotzdem ins Minus. Analysten hatten einen höheren Quartalsgewinn erwartet.

(dpa)

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