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Frankfurt-Marathon coronabedingt erneut abgesagt

08:51
04.08.2021
Der Frankfurt-Marathon findet auch 2021 coronabedingt nicht statt. Das teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. «Angesichts der weiterhin bestehenden Einschränkungen für Großveranstaltungen sowie aller Unsicherheiten, die aufgrund von Virusmutationen und einer möglichen erneuten Pandemiewelle im Herbst bestehen, ist dieser Schritt leider unausweichlich geworden», hieß es in der Mitteilung zu dem Rennen, das bislang für den 31. Oktober in der Mainmetropole angesetzt war.

Der älteste Städtemarathon Deutschlands, bei dem in normalen Zeiten bis zu 25 000 Läufer an den Start gehen, war bereits im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. «In der aktuellen Situation ist die Veranstaltung für uns nicht kalkulierbar, denn derzeit weiß niemand, wie die Rechtslage am Veranstaltungstag sein wird. Wir bräuchten aber spätestens jetzt, weniger als drei Monate vor dem Rennwochenende, eine klare Planungsgrundlage», sagte Renndirektor Jo Schindler.

Den bereits angemeldeten Startern werden Gutscheine angeboten, die sie für 2022 oder 2023 einsetzen können. Die nächste Ausgabe wird nun für den 30. Oktober 2022 geplant. Man sei zuversichtlich, dass die Pandemie im nächsten Jahr Veranstaltungen in der Größenordnung des Frankfurt-Marathons zulasse, kommentierte Schindler.

(dpa)

«Sme»: Corona rechtfertigt in EU keine Behinderungen für Pendler

07:31
04.08.2021
Die liberale slowakische Tageszeitung «Sme» kritisiert am Montag wiederholte Grenzschließungen auch für Berufspendler im Rahmen der Corona-Bekämpfung:

«Die sogenannten Pendler fragen sich zu Recht: "Welche Bedrohung der öffentlichen Gesundheit stellen wir allein dadurch dar, dass wir zweimal täglich eine Staatsgrenze überschreiten, wenn die Pandemiesituation auf beiden Seiten dieser Grenze gleich ist?" (...) Allein schon, dass es Pendler gibt, ist erst dadurch möglich, dass die Europäische Union ihren Bürgern das Recht garantiert, sich in jedem Mitgliedsstaat niederzulassen und zu arbeiten. (...)

Wenn der Mitarbeiter einer Fabrik in Bratislava, der in Malacky (einem benachbarten Landkreis) lebt, jeden Morgen mit einem Mund-Nasen-Schutz im Gesicht im Zug zur Arbeit fahren darf, ohne jemandem irgendeine Bestätigung über einen negativen Corona-Test oder eine Impfung zeigen zu müssen, warum darf das nicht auch sein Kollege, der in (der ungarischen Nachbargemeinde) Rajka lebt? Noch dazu, wenn Ungarn laut der europäischen Gesundheitsbehörde ECDC nur halb so viele Neuinfektionen im Verhältnis zur Bevölkerungszahl aufweist wie die Slowakei? (...)

Das Problem der Pendler ist ein Problem unserer gemeinsamen europäischen Identität. Es geht um die Frage, wie wir unsere Europa-Bürgerschaft verstehen. Aus der Sicht dieser Gemeinsschaftsbürgerschaft überschreiten nämlich Pendler keine Staatsgrenze, sondern nur Landkreisgrenzen. Der Staat darf ihre Reisefreiheit während einer Pandemie einschränken. Aber nicht mehr als für Bürger, die andere Landkreisgrenzen überschreiten. (...) Schließlich sind wir alle Europäer!»

(dpa)

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