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Studie: Kinder mit Covid-19 im Durchschnitt nach sechs Tagen gesund

03:54
04.08.2021
Heranwachsende mit Covid-19-Symptomen sind einer Studie zufolge im Durchschnitt nach sechs Tagen wieder gesund. Das berichten britische Forscher im Fachmagazin «The Lancet Child & Adolescent Health». Nach eigenen Angaben liefern die Autoren, die unter anderem am King's College in London forschen, damit eine erste breit angelegte Untersuchung, die Erkenntnisse zu symptomatisch an Covid-19 erkrankten Kindern ermöglicht.

Basis der Untersuchung waren die von Eltern oder anderen Erziehungsbeauftragten eingetragenen Symptome, die über eine App nach einem positiven Test gemeldet wurden. In die Auswertung flossen die Krankheitsverläufe von 1734 Kindern zwischen 5 und 17 Jahren ein, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden und Krankheitssymptome zeigten. Im Schnitt hatten die erkrankten Kinder drei Symptome - zu den häufigsten zählten Müdigkeit, Kopfschmerzen und der Verlust von Geschmacks- oder Geruchssinn.

Selten kam es vor, dass Kinder auch noch vier Wochen nach ihrer Infektion oder länger Symptome zeigen - in der Untersuchung war das bei 4,4 Prozent der Fall. Nach acht Wochen verspürten nur noch weniger als 2 Prozent der Kinder Symptome. «Es ist beruhigend, dass die Zahl der Kinder, die lange unter Covid-19-Symptomen leiden, sehr niedrig ist», wird Hauptautorin Emma Duncan in einer «Lancet»-Mitteilung zitiert.

(dpa)

Patientenschützer fordert Impfangebote für Pflegekräfte

03:54
04.08.2021
Patientenschützer fordern, bei den ab September geplanten Auffrischungsimpfungen in Alten- und Pflegeheimen auch den Pflegekräften ein umfassendes Impfangebot zu machen. «Wenn Pflegeheimbewohner und Hochbetagte optimal geschützt werden sollen, dann müssen ab September auch alle 1,3 Millionen Altenpflegekräfte endlich ein gezieltes Impfangebot bekommen», sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der «Rheinischen Post» (Mittwoch). «Direkt in den Diensträumen wäre die Chance groß, dort auch die letzten Skeptiker zu überzeugen», sagte Brysch. «Keine Extra-Bratwurst und keine Kino-Freikarte wird die noch zögernden Altenpflegekräfte zu einer Impfung bewegen. Nur das niederschwellige, leicht erreichbare Impfangebot wird zum Erfolg führen», betonte Brysch.

Der Deutsche Hausärzteverband forderte, bei den Drittimpfungen rasch die Hausarztpraxen einzubinden. Diese würden den Großteil dieser Impfungen übernehmen, sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich Weigeldt der «Rheinischen Post». Grundsätzlich sieht er den Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Montag, ab September Risikogruppen wie Älteren und Pflegebedürftigen Auffrischungsimpfungen anzubieten, mit Vorbehalten. «Da die Studien zu den Auffrischungsimpfungen noch laufen, kann ich hier nur zu Geduld mahnen», sagte Weigeldt. «Die Politik neigt aber derzeit dazu, an der wissenschaftlichen Kompetenz der Ständigen Impfkommission (Stiko) vorbeizupreschen», rügte der Verbandsvorsitzende.

(dpa)

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