Letztes Update:
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Inzidenz im Südwesten nur noch knapp unter der 50er-Marke

16:29
21.08.2021
Das Corona-Infektionsgeschehen im Südwesten nimmt weiter deutlich zu. Die Zahl der Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100 000 Einwohner lag am Samstag (Stand: 16.00 Uhr) mit 46,6 nur noch knapp unter der Marke von 50, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte.

Damit hält der bisherige Trend an. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz hatte sich zuletzt innerhalb von nur zehn Tagen mehr als verdoppelt. Im Vergleich zum Vortrag verzeichnete die Behörde 1087 neue Infektionsfälle. Damit haben sich nun seit Beginn der Pandemie 516 557 Menschen in Baden-Württemberg nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus korrigierte die Behörde nachträglich auf einen Todesfall weniger als zuvor berichtet auf nun 10 444.

Die höchste Inzidenz weist der Landkreis Rottweil mit 90,1 auf. Die Infektionsrate liegt dort damit fast doppelt so hoch wie der landesweite Schnitt. Der Landkreis Emmendingen hat mit 18,0 die derzeit geringste Inzidenz.

(dpa)

Katalonien und Kanaren keine Hochrisikogebiete mehr

15:38
21.08.2021
Für deutsche Urlauber wird ab diesem Sonntag eine Reise auf die Kanarischen Inseln oder nach Katalonien mit der Touristenhochburg Barcelona und den Stränden der Costa Brava um einiges attraktiver. Die beiden Regionen und drei weitere in Spanien - Valencia, Kastilien-La Mancha und Asturien - werden um Mitternacht von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen.

Dadurch erleichtert sich für Besucher künftig die Rückkehr in die Heimat. Denn Einreisende aus Corona-Hochrisikogebieten, die nicht geimpft oder genesen sind, müssten für zehn Tage in Quarantäne. Man kann diese frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beenden. Für vollständig Geimpfte und Genesene gibt es keine Quarantänepflicht.

Im Juli hatte Spanien wieder mit die höchsten Infektionszahlen in Europa. Deshalb war das ganze Land bisher Hochrisikogebiet. Inzwischen wird die Lage aber überall in Spanien immer besser. Auf den Kanaren ging die Sieben-Tage-Inzidenz binnen drei Wochen von 250 auf 98 zurück, in Katalonien von 413 auf 122, in Valencia von 259 auf 106. Den besten Wert weist derzeit Asturien im Norden des Landes auf: Dort wurden zuletzt nur noch 60 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen erfasst.

In Europa gilt ab Sonntag auch Andorra in den Pyrenäen nicht mehr als Hochrisikogebiet. Auf die «Schwarze Liste» kommen dagegen die irischen Regionen Border und West, Nordmazedonien und das Kosovo sowie Dominica in der Karibik. Wegen steigender Infektionszahlen stuft Berlin auch Kreta und weitere griechische Urlaubsinseln als Hochrisikogebiet ein - diese allerdings erst ab Dienstag.

(dpa)

Corona-Inzidenz steigt über 50 - Kaum schwere Verläufe bei Geimpften

15:21
21.08.2021
Erstmals seit drei Monaten liegt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Deutschland über 50. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag wurden 51,6 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner gemessen. Zuletzt hatte die Inzidenz am 25. Mai darüber gelegen. Vor einer Woche lag sie noch bei 32,7. Anfang Juli war sie bis auf 4,9 gefallen.

Von Infektionen betroffen sind lauf RKI vor allem jüngere Menschen. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnte vor massivem Schulausfall. Weil die Inzidenz bei den Ungeimpften schnell steige, sei in den Schulen das Schlimmste zu befürchten. «Impfaktionen auch in den Schulen wären sehr sinnvoll. Das würde geimpfte und ungeimpfte Kinder schützen», so Lauterbach.

Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Neuinfektionen stieg seit Samstag vor einer Woche von 5644 auf 8092. Ab 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche sei wieder «eine erhebliche Belastung der Intensivstationen» mit mehr als 3000 Intensiv-Patienten zeitgleich zu erwarten, sofern die Impfquote nicht deutlich gesteigert werde, heißt es einer vergangene Woche vorgestellten Analyse mehrerer deutscher Mediziner. 58,8 Prozent der Menschen in Deutschland haben vollen Impfschutz gegen Corona. 63,9 Prozent haben mindestens eine Impfdosis.

Laut RKI entfällt der bei weitem größte Teil der Infektionen seit Monaten auf nicht geimpfte Menschen. Nur ein geringer Anteil der hospitalisierten oder auf Intensivstation betreuten Covid-19-Fälle geht demnach auf Impfdurchbrüche zurück. Seit Anfang Februar starb in Deutschland demnach erst eine einzige voll immunisierte Person im Alter von unter 60 Jahren nach einem wahrscheinlichen Impfdurchbruch an den Folgen von Corona. Der «Spiegel» berichtete zuerst darüber.

Insgesamt sind deutschlandweit binnen 24 Stunden 17 Menschen nach einer Covid-Infektion gestorben. Vor einer Woche waren es 11.

Die Kassenärzte forderten von der Bundesregierung genaue Vorgaben für die anstehenden Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus. «Selbstverständlich können die Booster-Impfungen in den Praxen vorgenommen werden», sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der «Rheinischen Post» (Samstag). Doch die Praxen bräuchten Klarheit, wann und für wen Impfungen vorgenommen werden könnten. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich für eine breite Anwendung von Auffrischimpfungen ausgesprochen und dafür die Praxen ins Spiel gebracht.

Laut offiziellem Aufklärungsblatt für die Ärztinnen und Ärzte sollen Auffrischimpfungen mit den Präparaten von Biontech/Pfizer oder Moderna Menschen ab 80 Jahren angeboten werden, Pflegebedürftigen zuhause oder im Heim sowie Bewohnerinnen und Bewohnern weiterer Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen. Dazu kommen Personen mit einer Immunschwäche oder Immunsuppression (Unterdrückung des körpereigenen Abwehrsystems) und Personen, die eine vollständige Impfserie mit einem Vektor-Impfstoff erhalten haben, also von Astrazeneca oder Johnson&Johnson.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will regeln, dass sich Beschäftigte auch während der Arbeitszeit impfen lassen können. «Wir müssen weiter dafür sorgen, dass der Arbeitsplatz nicht zum Ansteckungsort wird. Deshalb passen wir die Corona-Arbeitsschutzverordnung an», sagte der SPD-Politiker der «Augsburger Allgemeinen» (Samstag).

(dpa)

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