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Inzidenz hat sich innerhalb von zehn Tagen mehr als verdoppelt

17:05
20.08.2021
Die Corona-Inzidenz in Baden-Württemberg hat sich innerhalb von zehn Tagen mehr als verdoppelt. Am Freitag (Stand 16.00 Uhr) erreichte sie einen Wert von 42,2 Ansteckungen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, eineinhalb Wochen zuvor waren es noch 19,2 Neuinfektionen. Am Donnerstag hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz 40,4 betragen. 9 der 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten liegen über dem Wert von 50. Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz mit 81,1 im Landkreis Rottweil, am niedrigsten mit 17,4 im Landkreis Emmendingen.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg binnen eines Tages um 844 auf 515 470. Inzwischen sind 10 445 Menschen an einer Infektion mit dem Virus oder im Zusammenhang damit gestorben (plus 7). Als genesen gelten geschätzt 497 025 Infizierte, das waren 313 mehr als am Vortag.

Rund 61,6 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts mittlerweile mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Als vollständig geimpft gelten den Daten zufolge im Südwesten 58,2 Prozent. Beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht eine Dosis. Bei allen anderen Vakzinen sind zwei Spritzen nötig.

(dpa)

Großbritannien erteilt Freigabe für Antikörper-Medikament

15:47
20.08.2021
Die britische Zulassungsbehörde hat grünes Licht für ein Antikörper-Medikament gegeben, mit dem Ex-US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr behandelt wurde. Das Medikament Ronapreve reduziere das Risiko eines schweren Verlaufs und könne eingesetzt werden, um Covid-19-Symptome zu behandeln und schwere Verläufe zu verhindern, teilte die Behörde am Freitag mit. Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid erklärte, das Mittel der Hersteller Roche und Regeneron solle so schnell wie möglich im Gesundheitssystem eingesetzt werden.

Ein Experte der Universität Oxford, Martin Landray, gab jedoch zu bedenken, dass das Präparat relativ teuer sei. Es werde schwierig sein, zu priorisieren, bei wem das Mittel eingesetzt werden könne. Einem BBC-Bericht zufolge soll eine einzige Behandlung mit dem Präparat bis zu 2000 Pfund (umgerechnet rund 2335 Euro) kosten.

Auch die europäische Zulassungsbehörde EMA prüft die Zulassung von Antikörper-Cocktails. In den USA gibt es bereits seit längerem eine Notfallzulassung.

Monoklonale Antikörper werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion außer Gefecht setzen. Monoklonal bedeutet, dass die eingesetzten Antikörper alle gleich sind und das Virus an einem fest definierten Ziel angreifen. Auch in Deutschland werden solche Behandlungsmethoden in bestimmten Kliniken bereits testweise eingesetzt.

(dpa)

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