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Italien: Nachweispflicht an Schulen - Minister verteidigt Corona-Plan

12:18
20.08.2021
Im Streit um die Regeln für den Schulstart mit Präsenzunterricht in Italien hat Schulminister Patrizio Bianchi die geplante Corona-Nachweispflicht für Lehrer verteidigt. Dies sei keine Strafe, sondern ein grundlegendes Mittel für einen Wiederbeginn des Unterrichts, schrieb Bianchi in einem Brief, den die Zeitung «Corriere della Sera» am Freitag abdruckte. Damit würden vor allem die gefährdeten Gruppen und die Schule selbst geschützt.

Das Kabinett von Ministerpräsident Mario Draghi hatte sich Anfang August darauf geeinigt, dass Lehrer nachweislich geimpft, negativ getestet oder eine Infektion überstanden haben müssen, um unterrichten zu dürfen. Andernfalls kann ihnen die Kündigung drohen. Arbeitnehmervertreter hatten diese Maßnahme kritisiert, jedoch immer betont, für Impfungen zu sein. Die Regierung will sicherstellen, dass die Schüler nicht mehr in den Distanzunterricht müssen.

Zum Plan gehört auch, dass die Schüler Masken tragen und mit Abstand zueinander sitzen. In Italien starten die Schüler im September nach gut drei Monaten Sommerferien ins neue Schuljahr. Im vergangenen Schuljahr mussten vor allem die älteren Schüler über Monate online am Unterricht teilnehmen.

(dpa)

Corona-Pandemie macht Franzosen psychisch enorm zu schaffen

12:18
20.08.2021
Während sich die Corona-Lage in Frankreich weiter stabilisiert, macht die Pandemie der Bevölkerung psychisch enorm zu schaffen. Bei einer Umfrage zeigten 13 Prozent der Menschen Anzeichen einer Depression, 19 Prozent litten unter Angstzuständen und 59 Prozent unter Schlafstörungen, wie die Gesundheitsbehörden am Freitag mitteilten. 9 Prozent der in der zweiten Julihälfte Befragten gaben an, im laufenden Jahr bereits Suizidgedanken gehabt zu haben. Im Vergleich zur vorangegangenen Befragung im April sank der Anteil der Menschen mit Schlafstörungen und Depressionen. Grundsätzlich zufrieden mit ihrer Lebensqualität zeigten sich 80 Prozent der befragten Franzosen, 4 Prozentpunkte weniger als vor der Pandemie.

Der Anstieg der Neuinfektionen sowie der Zahl der Corona-Patienten schwächte sich in Frankreich ab, mit Ausnahme weiterhin der von der Pandemie sehr schwer getroffenen Überseegebiete. In Guadeloupe und Martinique seien die Kliniken überlastet und Todesfälle häuften sich, berichteten die Behörden. Unterdessen haben inzwischen 69,5 Prozent der Menschen in Frankreich mindestens eine Impfung gegen das Corona-Virus erhalten, 59,3 Prozent sind bereits vollständig geimpft. Auch beim Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen, dem eine Impfpflicht bevorsteht, stieg die Impfquote weiter an.

An diesem Wochenende werden in Frankreich zum inzwischen sechsten Mal in Folge Demonstrationen gegen die verschärften Corona-Regeln erwartet. Am vergangenen Samstag kamen landesweit rund 215 000 Menschen zu den Protesten, etwas weniger als in der Vorwoche. Neben der Impfpflicht geht es um den sogenannten Gesundheitspass mit dem Nachweis von Impfung, Genesung oder eines negativen Tests. Dieser wird seit zwei Wochen unter anderem zum Besuch von Cafés und Restaurants, vor dem Betreten großer Einkaufszentren sowie bei Reisen per Fernzug oder Flugzeug verlangt. Anders als in Deutschland war die Lockerung von Beschränkungen in Frankreich in den letzten Monaten nicht an eine Testpflicht gekoppelt.

(dpa)

Sri Lanka verhängt Corona-Lockdown

12:17
20.08.2021
Angesichts rasch steigender Corona-Zahlen hat Sri Lanka einen Lockdown verkündet. Die Maßnahme solle von Freitagabend bis mindestens 30. August gelten, sagte Armeekommandant General Shavendra Silva am Freitag. Nicht von den Schließungen betroffen seien Betriebe und Geschäfte zur Lebensmittelversorgung sowie Krankenhäuser. Auch der Flughafen und Fabriken, die für den Export produzieren, sollen weiterarbeiten dürfen.

In dem südasiatischen Inselstaat mit seinen mehr als 20 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern werden derzeit rund 3500 Neuinfektionen pro Tag registriert. Das Gesundheitssystem ist überlastet. In Krematorien müssen Überstunden gemacht werden. Kürzlich hatte die Regierung nereits mehrere Maßnahmen verkündet - etwa Reisebeschränkungen zwischen Provinzen, ein Verbot für Hochzeiten und öffentliche Anlässe sowie Gästebeschränkungen für Restaurants.

(dpa)

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