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Israel gibt dritte Impfung auch an Menschen ab 40 Jahren

07:51
20.08.2021
Angesichts zahlreicher Corona-Neuinfektionen impft Israel ab sofort auch Menschen ab 40 Jahren mit einer dritten Dosis. Mehrere Expertenteams hätten die Empfehlung für die Ausweitung der Impfkampagne gegeben, teilte das Gesundheitsministerium am späten Donnerstagabend mit. Dabei sei unter anderem auch empfohlen worden, Schwangere, Lehrer, Arbeitskräfte im Gesundheitswesen sowie Menschen mit Behinderungen und Pflegekräfte ein drittes Mal zu impfen. Ministerpräsident Naftali Bennett (49) soll nach Angaben seines Büros am Freitag ebenfalls ein drittes Mal geimpft werden.

In Israel wird fast ausschließlich das Präparat von Biontech/Pfizer gespritzt. Seit Ende Juli verabreicht das Land als erstes weltweit dritte Impfungen gegen das Coronavirus. Entscheidend ist dabei, dass die zweite Impfung mindestens fünf Monate zurückliegt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind mittlerweile knapp 1,3 Millionen Menschen dreimal geimpft worden.

Hintergrund der Entscheidung für eine dritte Impfung sind Zahlen des Gesundheitsministeriums, wonach die Effektivität der Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat. Gleichzeitig verbreitete sich die Delta-Variante, die als besonders ansteckend gilt.

Seit Juni nimmt die Zahl der registrierten Neuinfektionen in Israel stark zu. Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten neuen Fälle lag Anfang der Woche bei mehr als 8500 - der höchste Wert seit mehr als einem halben Jahr. Am Donnerstagabend meldete das Ministerium 7922 neue Infektionen für den Vortag. Die Zahl der Schwerkranken lag bei 599. 18 Menschen mit Corona-Infektionen starben demnach. Mehr als 58 Prozent der rund 9,4 Millionen Israelis sind vollständig geimpft.

(dpa)

Steigende Infektionen: Lockdown im Großraum Sydney verlängert

07:51
20.08.2021
Der Corona-Lockdown im Großraum Sydney wird wegen steigender Infektionszahlen bis Ende September verlängert. Dies sagte die Regionalregierungschefin des australischen Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, am Freitag. Zudem kündigte sie weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus an: Von Montag an sollen die Menschen eine Maske tragen, sobald sie ihr Haus verlassen, es sei denn, sie treiben Sport. In besonders betroffenen Regionen werde Sport im Freien jedoch auf eine Stunde am Tag begrenzt. Darüber hinaus werde hier eine Ausgangssperre zwischen 21.00 und 5.00 Uhr gelten.

Der Bundesstaat New South Wales, in dem auch die Metropole Sydney liegt, meldete am Freitag 642 Neuinfektionen. Das ist nach Behördenangaben der zweithöchste Wert seit Ausbruch der Pandemie. Sydney und große Teile des Staates befinden sich bereits seit Ende Juni im Lockdown.

Das 25-Millionen-Einwohnerland konnte die Pandemie über einen langen Zeitraum mit strikten Maßnahmen erfolgreich bekämpfen. Experten machen eine schleppende Impfkampagne und die Delta-Variante für die steigenden Zahlen verantwortlich. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 41 500 Corona-Fälle bestätigt. Mehr als 970 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

(dpa)

Pharmariese Johnson & Johnson kündigt Chefwechsel an

04:34
20.08.2021
Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson bereitet einen Wechsel an seiner Vorstandsspitze vor. Der langjährige Vorsitzende Alex Gorsky werde den Posten am 3. Januar 2022 räumen und geschäftsführender Verwaltungsratschef des Unternehmens werden, kündigte Johnson & Johnson am Donnerstag nach US-Börsenschluss an.

Zum Nachfolger sei Joaquin Duato ernannt worden, der wie Gorsky seit über drei Jahrzehnten für den Konzern tätig ist und seit längerem zum Top-Management zählt. Duato ist derzeit noch stellvertretender Vorsitzender des Exekutivkomitees von Johnson & Johnson. Er soll auch in den Verwaltungsrat einziehen, der dem Vorstand übergeordnet ist.

Der seit 2012 an der Konzernspitze stehende Gorsky erklärte in der Mitteilung, den Vorstandsvorsitz aus «familiären gesundheitlichen Gründen» abgeben zu wollen. Zudem sei es wegen der guten Verfassung des Unternehmens der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel. Anleger reagierten gelassen, die Aktie bewegte sich nachbörslich kaum.

(dpa)

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