Letztes Update:
20210819124418

Zahl der Corona-Toten im Iran auf über 100 000 gestiegen

12:08
19.08.2021
Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 liegt im Iran offiziell bei 100 255. Das teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im Februar vergangenen Jahres haben sich insgesamt fast 4,6 Millionen Iraner mit dem Virus infiziert.

Wegen der grassierenden Delta-Variante gab es in den vergangenen Wochen immer wieder neue Höchstwerte mit bis zu 600 Toten und 50 000 Neuinfektionen an einem Tag. Wegen der Wirtschaftskrise und US-Sanktionen hat das Land nicht genügend Impfstoff - die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Einwohner des Landes kommt daher nur schleppend voran.

(dpa)

Dekra-Prüfer finden Mängel beim Datenschutz in Corona-Teststationen

12:07
19.08.2021
Bei ihrer Suche nach schwarzen Schafen unter den Anbietern von Corona-Schnelltests ist die Prüfgesellschaft Dekra in mehreren Teststationen unter anderem beim Datenschutz fündig geworden. Grundsätzlich konnten die Anbieter in den wichtigen Kategorien zwar überzeugen. Bei Kontrollen von 82 Schnellteststellen im Land wurden allerdings auch Mängel bei der Datenverarbeitung aufgedeckt, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte.

In Bereichen wie den Räumen, der Lüftung und der Beratung sowie beim Weiterreichen positiver Ergebnisse seien kaum Fehler gefunden worden, hieß es. Daher seien die Ergebnisse auch «überwiegend zufriedenstellend», sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). «Es sind letztlich diese Bereiche, die aus infektiologischer Sicht essenziell für Sinn und Zweck der Testungen sind.»

Laut Ministerium wurden allerdings unter anderem die Aufbewahrungsfristen der Daten zur Überprüfung der Abrechnung nur von 74 der überprüften 82 Stellen eingehalten. Ein Beschwerdemanagement hätten nur 64 der 82 Testzentren implementiert, teilte das Gesundheitsministerium mit. Größere Mängel sahen die Prüfer auch bei der Abfallentsorgung in den meisten Teststellen.

Das Gesundheitsministerium hatte im Juni die Dekra eingeschaltet, weil landes- aber auch bundesweit immer mehr Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit dem Betrieb von Corona-Schnelltestzentren publik geworden waren. Gesundheitsämter schlossen vereinzelt Teststellen. Vor allem Datenschutzverstöße hatten für Schlagzeilen gesorgt. Auch der Landesbeauftragte für Datenschutz, Stefan Brink, hatte die Praktiken kritisiert. Beispielsweise würden Testergebnisse ohne Verschlüsselung per Mail verschickt, oder die Verschlüsselung sei leicht zu erraten.

Der Verdacht auf Testbetrug in großem Stil war durch eine Veröffentlichung von WDR, NDR und «Süddeutscher Zeitung» Ende Mai aufgekommen. Die abgerechneten Tests mehrerer von den Reportern beobachteten Stellen überstiegen demnach die Besucher an einzelnen Tagen deutlich.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden