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Weitreichende Lockerungen für Geimpfte und Genesene ab Montag

15:48
15.08.2021
Erst rund 24 Stunden vor dem Inkrafttreten am Montag veröffentlichte die Landesregierung ihre angekündigte neue Corona-Verordnung. Das Papier enthält wichtige Regelungen für den künftigen Alltag der mehr als elf Millionen Menschen in Baden-Württemberg.

Eine neue Corona-Verordnung mit weitreichenden Lockerungen für geimpfte und vom Virus genesene Menschen tritt am Montagmorgen in Baden-Württemberg in Kraft. Wer zu einer dieser beiden Gruppen gehört, genießt unabhängig von lokalen oder regionalen Corona-Inzidenzen von Wochenbeginn an in vielen Bereichen wieder größere Freiheiten. Hingegen müssen Ungeimpfte und Nicht-Genesene wesentlich häufiger als bisher negative Antigen-Schnelltests vorweisen, die jeweils nicht älter als 24 Stunden sein dürfen. Das gilt etwa für Besuche in Museen, Hotels, Fitnessstudios, bei Ausstellungen, beim Friseur sowie in Restaurants in Innenräumen.

Ausgenommen von der Testpflicht sind unter anderem noch nicht eingeschulte Kinder. Schüler müssen nach Regierungsangaben ebenfalls keine separaten Tests vorweisen, sofern sie schon in ihren Schulen einer regelmäßigen Corona-Testung unterliegen.

Für ungeimpfte und nicht genesene Gäste von Clubs und Diskotheken ist kein Antigen-Schnelltest ausreichend, sondern hier muss im Vorfeld sogar ein negativer PCR-Test gemacht werden, der beim Eintritt maximal 48 Stunden alt sein darf und vergleichsweise teuer ist.

Bisherige Kontaktbeschränkungen und Regelungen für private Veranstaltungen und Feiern werden aufgehoben. Anderswo bleibt - auch für Geimpfte und Genesene - die Maskenpflicht erhalten. Sie gilt etwa im Nahverkehr, im Einzelhandel, in Hotels und bei den allermeisten nicht-privaten Veranstaltungen zumindest in geschlossenen Räumen.

(dpa/lsw)

Fürther Sportchef zu Spieler-Impfungen: Überzeugen durch Argumente

12:48
15.08.2021
Der Fürther Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi sieht auch vor dem Hintergrund des Corona-Chaos bei Konkurrent FSV Mainz 05 Impfungen von Spielern als sinnvoll an. «Wir versuchen, durch Argumente zu überzeugen», sagte der frühere Bundesligaprofi am Sonntag im TV-Sender Sky. Wer sich impfen lasse, könne verhindern, zunächst sich selbst und dann auch andere durch Ansteckungen aus dem Spiel zu nehmen. Azzouzi betonte zugleich, dass das Thema Impfen erstmal «jedem selbst überlassen» werden müsse. Man könne nicht pauschalisieren, da die Familien von Spielern unterschiedliche gesundheitliche Hintergründe hätten.

Vor wenigen Tagen waren mehrere Corona-Fälle bei Bundesligarivale FSV Mainz 05 aufgetreten. Darunter waren drei Spieler, wie Sportvorstand Christian Heidel sagte. Er hoffte anschließend auf einen Impf-Effekt bei seinen Profis. Zudem meinte Heidel: «Ich kann mir Stand heute sehr schwer vorstellen, dass Mainz 05 noch mal einen Spieler verpflichtet, der nicht geimpft ist.»

(dpa)

Wieder Massenimpfung in Tunesien gegen das Corona-Virus

11:04
15.08.2021
In Tunesien hat am Sonntag eine weitere große Impfaktion gegen das Corona-Virus begonnen. Fast eine Million Menschen im Alter zwischen 18 und 39 Jahren waren in dem von der Pandemie schwer getroffenen nordafrikanischen Land aufgerufen, eine erste Impfdosis zu erhalten. Bereits vor einer Woche waren rund eine Million Menschen ab 40 zu einer Massenimpfung eingeladen. Am Ende wurden nach offiziellen Angaben 550 000 Menschen immunisiert.

Die Impfkampagne lief ansonsten bislang eher schleppend: Vor der ersten Impfkampagne waren nur acht Prozent der insgesamt 11,5 Millionen Einwohner Tunesiens vollständig gegen das Virus geimpft. Inzwischen sind es rund zwölf Prozent. Täglich werden 1500 bis 3000 Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 21 000 Menschen mit oder an dem Virus.

Für die Aktion wurden erneut Hunderte Einrichtungen zu Impfzentren umfunktioniert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums werden die Präparate von Moderna sowie Johnson & Johnson gespritzt.

Die Massenimpfung soll auch Präsident Kais Saied nutzen. Dieser hatte vor drei Wochen den Regierungschef entlassen und die Arbeit des Parlaments für zunächst 30 Tage ausgesetzt. Tunesien war bisher der einzige Staat, der nach den arabischen Aufständen im Jahr 2011 den Übergang in eine Demokratie geschafft hat. Das Land leidet jedoch seit langem unter einer Wirtschaftskrise. Die Unzufriedenheit vieler Menschen mit ihrer politischen Führung ist groß.

(dpa)

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