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Museumsbundchef: Auch mit digitalen Angeboten lässt sich Geld machen

07:54
15.08.2021
Auch mit digitalen Angeboten können Museen Geld einnehmen. Das hätten Erfahrungen aus der Corona-Zeit gezeigt, sagte der Präsident des Deutschen Museumsbunds, Eckart Köhne, der Deutschen Presse-Agentur. Zum Beispiel sei die Reichweite größer, wenn an digitalen Führungen Hunderte Menschen teilnehmen könnten, wo sonst vielleicht 20 Menschen durch eine Ausstellung gehen.

Für Angebote, bei denen ein Experte live mit einer Kamera durch die Schau geht und die nicht für die Allgemeinheit zugänglich gestreamt werden, zahlten Nutzer und Nutzerinnen mehr, so die Erfahrung. «Das ist dann ein einmaliges Event», erläuterte der Direktor des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe. Der Online-Zugang ermögliche zudem Museumsgästen den Besuch, die nicht mehr so mobil sind. Technisch dafür ausgerüstet seien die meisten mittlerweile, sagte Köhne.

Die Corona-Krise habe zudem gezeigt, dass man schneller reagieren müsse. Großprojekte etwa am Badischen Landesmuseum hätten zwei bis drei Jahre Vorlauf. Es entstehe ein anspruchsvoller Katalog. Da sei man nicht gerüstet, schnell umzustellen.

Mit anderen Kultureinrichtungen im Verbund museum4punkt0 arbeite man aber an digitalen Modellen. Das Badische Landesmuseum ist auf dem Gebiet eine Art Vorreiter und hat unter anderem eine App eingeführt, über die man mit Ausstellungsobjekten chatten kann.

Nichtsdestotrotz würden der analoge Museumsbesuch und die real installierte Schau weiter Bestand haben, gab sich Köhne überzeugt. «Große Ausstellungen werden weiter möglich sein und weiter gemacht werden.» Das bringe auch den Häusern etwas: «Für die Wissenschaft ist es ein Gewinn, wenn man unterschiedliche Sachen zusammenbringen kann.» Auch Kolloquien vor Ort seien wichtig für den Austausch.

(dpa)

Umfrage: Impfquote könnte bei Erwachsenen über 80 Prozent steigen

06:54
15.08.2021
Der Anteil der vollständig gegen Corona geimpften Erwachsenen in Deutschland könnte einer Umfrage zufolge auf mehr als 80 Prozent steigen. In der repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 75 Prozent, dass sie schon mindestens einmal geimpft seien. Weitere 6 Prozent gaben an, sich noch impfen lassen zu wollen - zusammen sind das 81 Prozent. Noch im Mai lag diese Quote in einer vergleichbaren Umfrage nur bei 74 Prozent. Kurz vor Beginn der Impfkampagne im Dezember 2020 hatten sich erst 65 Prozent für eine Impfung entschieden.

In der aktuellen Erhebung gaben nur noch 13 Prozent an, sich nicht impfen lassen zu wollen - im Mai waren es noch 15 Prozent. Sechs Prozent haben sich bis heute noch nicht entschieden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am vergangenen Montag erklärt, sie hoffe auf eine Impfquote «deutlich über 70 Prozent und hin zu 80 Prozent». Das bezog sie aber auf die Gesamtbevölkerung. Für Kinder unter 12 Jahren ist noch kein Impfstoff zugelassen. Für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren hat die Ständige Impfkommission noch keine generelle Impfempfehlung ausgesprochen. Nach den offiziellen Zahlen sind 63,1 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens einmal geimpft.

(dpa)

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