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Spahn baut auf mehr Impftempo nach Urlaubsende

12:59
13.08.2021
Die Bundesregierung setzt auf wieder anziehende Corona-Impfungen nach der Ferienzeit. «Mit dem Ende des Sommerurlaubs bauen wir auf noch mehr Impftempo in allen Altersgruppen», schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag bei Twitter. Mit der meist nötigen zweiten Spritze vollständig geimpft sind nach Angaben des Ministeriums inzwischen 47 Millionen Menschen oder 56,6 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine erste Dosis erhalten haben demnach 52,3 Millionen Menschen oder 63 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Spahn wies darauf hin, dass sich inzwischen auch fast jeder Vierte zwischen 12 und 17 Jahren habe impfen lassen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind aktuell 23,5 Prozent in dieser Altersgruppe mindestens einmal geimpft. Vollständig geimpft sind 14,2 Prozent.

Der CDU-Politiker bekräftigte am Freitag nach Teilnehmerangaben in einer Schaltkonferenz der Unionsfraktion, dass das Versprechen eines Impfangebots für alle bis zum Ende des Sommers jetzt schon früher erfüllt sei. Drei von vier Erwachsenen seien geimpft und würden keine erneuten Kontaktbeschränkungen hinnehmen müssen. «Wir impfen die Deutschen in die Freiheit zurück», sagte Spahn den Angaben zufolge.

Drei der 16 Bundesländer haben inzwischen die Marke von 60 Prozent vollständig geimpfter Einwohner durchbrochen: Bremen mit 67,3 Prozent, das Saarland mit 60,9 Prozent und Schleswig-Holstein mit 60,2 Prozent. Sachsen liegt als einziges Land weiter unter der Marke von 50 Prozent vollständig geimpfter Einwohner mit 49,5 Prozent.

Spahn verwies in der Unions-Schaltkonferenz zugleich erneut darauf, dass die vierte Welle komme. Die Frage sei nur, wie hoch und wie gefährlich sie werde, machte er nach Teilnehmerangaben deutlich. Für einen sicheren Herbst und Winter hob er die Schutzregeln wie Abstand und Masketragen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Einzelhandel hervor. Hinzu komme die 3G-Regel in bestimmten Innenräumen - also Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete.

(dpa)

Ermittlungen wegen Corona-Ausbruchs in Potsdamer Klinik eingestellt

12:22
13.08.2021
Die Potsdamer Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen des Corona-Ausbruchs im größten Krankenhaus der brandenburgischen Landeshauptstadt eingestellt. Ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Umgang der Beschuldigten mit dem Covid-19-Ausbruch in der Klinik und dem Tod oder der Infektion von Patienten im Klinikum sei nicht nachzuweisen, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Auch eine Straftat nach dem Infektionsschutzgesetz liege nicht vor. Die Ermittlungen gegen drei leitende Mediziner und die frühere Geschäftsführung des Klinikums Ernst von Bergmann wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung und fahrlässigen Tötung liefen seit dem Herbst vergangenen Jahres.

In dem Krankenhaus hatten sich zu Beginn der Pandemie im März 2020 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bei Patienten und Mitarbeitern gehäuft. Bis Ende April waren 140 Patienten und 208 Mitarbeiter positiv getestet worden. 47 Corona-Patienten starben in der Klinik. Nach einer Untersuchung hatten Experten des Robert Koch-Instituts unter anderem kritisiert, dass Umzüge ganzer Stationen die Virusübertragung begünstigt haben könnten.

(dpa)

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