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Umfrage: Mehrheit findet Corona-Maßnahmen richtig

08:54
13.08.2021
Ein Großteil der Menschen in Deutschland befürwortet laut ZDF-«Politbarometer» die aktuellen Corona-Maßnahmen. 75 Prozent der Befragten finden es richtig, dass Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, die Corona-Schnelltests künftig selber zahlen müssen - darunter jeweils mehr als 80 Prozent bei den Anhängern von Union, SPD und Grünen. Das ergab das am Freitag veröffentlichte ZDF-«Politbarometer». 22 Prozent lehnen das ab, darunter knapp zwei Drittel der AfD-Anhänger. Dass es für vollständig Geimpfte und Genesene in Zukunft weniger Einschränkungen geben soll als für Nicht-Geimpfte, halten 67 Prozent der Befragten für den richtigen Schritt. Das ist ein Zuwachs von sieben Prozentpunkten im Vergleich zur Umfrage vor zwei Wochen. 29 Prozent finden das demnach falsch.

Die aktuell geltenden Corona-Maßnahmen fallen für 56 Prozent gerade richtig aus (plus vier Prozentpunkte). 23 Prozent (minus sechs) fordern, dass sie verschärft werden sollen. 18 Prozent (plus zwei) finden die Vorgaben der Umfrage zufolge übertrieben.

(dpa)

Corona-Lage in Tokio spitzt sich zu: Paralympics wohl ohne Zuschauer

08:23
13.08.2021
Wegen der sich zuspitzenden Corona-Situation in der Gastgeber-Stadt Tokio sollen wie schon bei Olympia auch bei den Paralympics Zuschauer weitgehend ausgeschlossen werden. Diese Entscheidung wird laut japanischen Medien am Montag bei einem Treffen der Organisatoren mit dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) und der Regierung in Tokio erwartet. Seit Beginn der Sommerspiele hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Tokio wegen der explosionsartigen Ausbreitung der Delta-Variante mehr als verdoppelt. Am Freitag registrierte die Hauptstadt 5773 Fälle binnen 24 Stunden und damit den höchsten Stand seit Ausbruch der Pandemie.

Experten und Politiker schlagen deshalb kurz vor der für den 24. August geplanten Eröffnung der Paralympics Alarm. Die Zahl der Corona-Patienten mit schweren Symptomen stieg landesweit auf den Höchststand von 1478 Fällen, wie das Gesundheitsministerium am Freitag bekanntgab.

Die Gouverneure des Landes forderten die unter Druck stehende Zentralregierung von Ministerpräsident Yoshihide Suga zu «drastischen Maßnahmen» auf. So sollten Ausgangssperren wie in anderen Ländern in Erwägung gezogen werden und der Bevölkerung in deutlichen Worten die ernste Lage klar gemacht werden, hieß es.

IPC-Präsident Andrew Parsons hatte zuvor bekräftigt, die Paralympics könnten wie Olympia sicher veranstaltet werden. «Die Spiele haben gezeigt, dass die Maßnahmen gegen Covid-19 funktionieren», beteuerte Parsons. Dies könne den Paralympics-Machern Zuversicht geben. Dennoch dürfe man nicht bequem werden. «Wir können die aktuellen Fallzahlen in Japan und Tokio nicht ignorieren», sagte der Chef des Dachverbands. Jeder Beteiligte an den Paralympics müsse Vorsicht walten lassen und sich strikt ans Corona-Regelwerk halten.

Ein Expertenteam der Regierung hatte die Infektionslage in der am schwersten betroffenen Hauptstadt Tokio am Vortag mit der einer Katastrophe, die «außer Kontrolle» sei, verglichen. Die medizinische Versorgung einschließlich normaler Patienten sei am Anschlag. Am Donnerstag registrierte Tokio, das sich vorerst noch bis zum 31. August im Notstand befindet, 4989 Neuinfektionen. Das ist der bisher zweithöchste Stand an Neuinfektionen. Die Zahl der Patienten mit schweren Symptomen stieg dabei auf den Höchstwert von 218 Fällen.

Die Gouverneure machten sich für die Einrichtung eines landesweiten Mechanismus zur Koordinierung medizinischer Kräfte stark. Der für seine direkte Art bekannte populistische Politiker Taro Hashimoto forderte am Freitag im Fernsehen unter anderem eine Maskenpflicht, Geldbußen bei Zuwiderhandlung und die Verwendung von Impfnachweisen für Besuche von Restaurants und anderen Einrichtungen.

Der inzwischen vierte Notstand im Großraum Tokio sowie anderen Präfekturen sieht lediglich Appelle an die Bürger vor, möglichst zu Hause zu bleiben. Restaurants dürfen keinen Alkohol ausschenken und sollen früher schließen.

(dpa)

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