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20210812190546

100 Dollar zur Corona-Impfung in New York: 50 000 Menschen nehmen an

19:05
12.08.2021
Nachdem die Millionenmetropole New York Ende Juli einen Impfanreiz von 100 Dollar (etwa 85 Euro) eingeführt hat, haben schon rund 50 000 Menschen dieses Angebot angenommen. Das gab Bürgermeister Bill de Blasio am Donnerstag bekannt und feierte das Angebot städtischer Impfstellen als großen Erfolg. US-Präsident Joe Biden hatte Bundesstaaten, Bezirke und Kommunen landesweit aufgefordert, eine solche Belohnung auszuloben.

Insgesamt sind in der Metropole New York mit rund 8,5 Millionen Einwohnern, die im vergangenen Frühjahr zum Epizentrum der Coronavirus-Pandemie geworden war, bereits rund 73 Prozent aller Erwachsenen voll geimpft.

(dpa)

Corona-Inzidenz im Südwesten nimmt zu - keine weiteren Toten

17:58
12.08.2021
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen sieben Tagen in Baden-Württemberg ist erneut gestiegen. Sie liegt nun bei 23,7 Ansteckungen je 100 000 Einwohnern. Das teilte das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Donnerstag mit (16.00 Uhr). Am Vortag hatte der Wert noch 21,4 betragen. Weiterhin bleibt nur der Landkreis Emmendingen im einstelligen Bereich (9,0). Über der 35er-Schwelle liegen der Stadtkreis Mannheim (46,4) und der Landkreis Lörrach (39,8). Im Südwesten gibt es 44 Stadt- und Landkreise.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg um 599 auf 509 979. Die Zahl der Corona-Toten bleibt bei 10 434. Als genesen gelten geschätzt 494 823 Infizierte (plus 236).

Insgesamt sind derzeit 2002 von betreibbaren 2362 Intensivbetten (84,8 Prozent) belegt. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern auch für Menschen mit anderen Erkrankungen.

(dpa)

Impfstoff-Vernichtung hält sich in Grenzen

16:10
12.08.2021
Trotz nachlassender Impfbereitschaft in Deutschland musste mehr als die Hälfte der Bundesländer bislang keine ungenutzten oder abgelaufenen Impfdosen in nennenswertem Umfang vernichten. Bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur gaben 9 der 16 Landesregierungen an, dass eine Entsorgung von Corona-Impfstoff weitgehend vermieden werden konnte. «Bis dato mussten in den Impfzentren und mobilen Teams keine Impfstoffe aufgrund von "Verfall" vernichtet werden», versicherte etwa eine Sprecherin des sächsischen Gesundheitsministeriums. Länder wie Mecklenburg-Vorpommern und Hessen erklärten dies mit speziellen Maßnahmen wie einer «Impfstoffbörse».

Im Gegensatz dazu haben die Impfzentren in Bayern bereits rund 53 000 ungenutzte Impfdosen entsorgt - deutlich mehr als jedes andere Bundesland. Die Hälfte davon entfällt auf den vergangenen Monat. «Die im Sommer angestiegenen Zahlen sind die unmittelbare Folge einer abnehmenden Impfbereitschaft in der Bevölkerung», hieß es beim bayerischen Gesundheitsministerium.

Einen Teil seiner ungenutzten Corona-Impfdosen will der Freistaat an den Bund zurückgeben, damit dieser sie ans Ausland spenden kann; dafür müssen die Dosen allerdings noch mindestens zwei Monate nutzbar sein. In einem Schreiben, das der dpa vorliegt, hatte das Bundesgesundheitsministerium den Ländern die Möglichkeit eröffnet, nicht mehr benötigten Impfstoff als Spende für «Drittstaaten» an das Zentrallager des Bundes zurückzugeben - vorausgesetzt, der Wirkstoff ist noch lange genug haltbar.

Um zu verhindern, dass Impfstoff abläuft, haben sich einige Länder spezielle Vorgehensweisen ausgedacht. So schlossen sich die Impfzentren in Hessen zu einer «Impfstoffbörse» zusammen, über die kurzfristig nicht benötigter oder überzähliger Impfstoff verteilt werden kann. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es Nachrücklisten, um Dosen, die am Ende des Tages übrig bleiben, per SMS an Impfwillige zu vermitteln.

Schleswig-Holstein berechnet den Bedarf der Impfzentren möglichst kurzfristig, um diese dann passgenau zu beliefern. Der Anteil der Impfdosen, die - etwa wegen defekter Kühlung - vernichtet werden mussten, liege daher «im Promillebereich», heißt es aus dem Kieler Ministerium. Auch in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Thüringen und dem Saarland wurde Impfstoff den Angaben zufolge bislang allenfalls in Einzelfällen weggeworfen. Überzählige Dosen sollen an den Bund zurückgehen.

Rheinland-Pfalz hat nach Angaben des Mainzer Gesundheitsministeriums bisher ebenfalls kaum Impfstoff vernichtet: Wegen Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums wurden lediglich 200 Astrazeneca-Dosen aus dem Verkehr gezogen. Hinzu kommen den Angaben zufolge 490 Impfdosen von Johnson&Johnson, die abgelaufen und verfallen waren. In Nordrhein-Westfalen gehen die Hausärzte für den Landesteil Nordrhein auch nur von einer Zahl im niedrigen dreistelligen Bereich aus.

Die Hansestadt Bremen hat seit Beginn der Impfungen insgesamt 2715 Dosen vernichtet, davon 690 Astrazeneca-Dosen allein im vergangenen Monat. Baden-Württemberg hat 4000 Dosen Astrazeneca entsorgt, weil sie Ende Juli abliefen. In Brandenburg sind sogar schon rund 5500 Impfdosen verfallen, was nach Ministeriumsangaben allerdings auch lediglich 0,27 Prozent der gelieferten Gesamtmenge entspricht. Das Problem könnte allerdings bald größer werden: Der Hausärzteverband Nordrhein schätzt, dass allein in NRW in den kommenden Wochen etwa 100 000 Impfdosen verfallen werden.

Aus Sachsen-Anhalt liegen keine aktuellen Zahlen vor: Dort haben derzeit weder das Gesundheitsministerium noch die Kassenärztliche Vereinigung einen Überblick über die vernichteten Impfdosen.

(dpa)

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