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20210812093853

Clubs freuen sich über Wegfall der Inzidenzgrenzen

09:29
12.08.2021
Die gebeutelte Clubszene im Land freut sich auf den Wegfall der Corona-Beschränkungen ab Montag. Nun habe man endlich eine langfristige Perspektive, die wirtschaftlich tragbar sei, sagte Simon Waldenspuhl von der Interessengemeinschaft Clubkultur Baden-Württemberg am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Auch die geplante Verschärfung der sogenannten 3G-Regel hinterlasse ein gutes Gefühl, weil man seine Gäste nicht gesundheitlich gefährden wolle.

Ab Montag müssen Ungeimpfte für den Besuch von Clubs und Diskotheken einen PCR-Test vorweisen, den sie auch selbst bezahlen müssen. Das schaffe vielleicht einen Anreiz, dass sich noch mehr Menschen impfen lassen, sagte Waldenspuhl. Der damit verbundene Kontrollaufwand sei zudem überschaubar. «Die Türsteher sind ja eh da», sagte der Veranstaltungskaufmann. «Ob wir nur den Ausweis kontrollieren oder auch noch ein Impf- oder Testzertifikat, macht keinen Unterschied.»

(dpa/lsw)

41 Prozent rechnen mit neuem Lockdown im Herbst für alle

09:10
12.08.2021
41 Prozent der Bundesbürger erwarten einer Umfrage zufolge, dass es wegen der Corona-Pandemie im Herbst einen neuen Lockdown mit Kontakt- und Zugangsbeschränkungen für alle geben wird. 50 Prozent gehen hingegen nicht davon aus, wie am Donnerstag aus einem neuen Trendbarometer im Auftrag von RTL und ntv hervorgeht. Dafür befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa am Vortag 1002 Menschen.

Drei von vier Befragten (76 Prozent) finden es demnach richtig, dass Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, ab dem 11. Oktober selbst für Corona-Tests zahlen müssen. Nicht richtig findet das jeder Fünfte (21 Prozent). Insbesondere AfD-Anhänger (55 Prozent) sowie Ungeimpfte (82 Prozent) lehnen diese Pläne ab .

(dpa)

2G-Vorstoß von Köln: Geschäftsführer Wehrle bekam böse Zuschriften

08:33
12.08.2021
Geschäftsführer Alexander Wehrle ist nach dem Vorstoß des 1. FC Köln in der Debatte um die Rückkehr von Zuschauern in der Fußball-Bundesliga teilweise persönlich angefeindet worden. «Ja», sagte Wehrle dem «Kölner Stadt-Anzeiger» auf eine entsprechende Frage und ergänzte lachend: «Ich habe die eine oder andere Zuschrift bekommen, dass ich doch endlich nach Stuttgart abhauen solle.» Um eine Rückkehr zu seinem Ex-Verein hatte es mehrfach Gerüchte gegeben.

Der FC hatte dieser Tage mitgeteilt, ab dem zweiten Heimspiel nur noch geimpfte oder genesene Zuschauer in sein Stadion zu lassen, Ungeimpfte dann auch nicht mehr mit negativem Test. «Wir wünschen uns und fordern von der Politik, dass spätestens im Zuge der nächsten Corona-Schutzverordnung jeder Veranstalter sein Hausrecht ausüben kann und bei 2G und unter Einhaltung der Hygiene-Regeln unter freiem Himmel auch 100 Prozent Zuschauer-Kapazität möglich ist», sagte Wehrle: «Aus unserer Sicht muss 2G in Kombination mit einer neuen Referenzgröße aus der Hospitalisierungsrate, der Impfquote und der Inzidenz betrachtet werden.»

Er sei «kein Politiker und Virologe, aber Bürger dieses Landes: Ich glaube, wir müssen schnell von dieser reinen Inzidenzzahl-Betrachtung weg. Wir brauchen eine neue Referenzgröße», sagte Wehrle: «Andere Länder schlagen da einen anderen, nicht so vorsichtigen Weg ein, den wir beobachten müssen.»

(dpa)

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