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AfD-Chef Chrupalla: Abschaffung kostenloser Tests «unverantwortlich»

06:51
11.08.2021
AfD-Spitzenkandidat Tino Chrupalla ist gegen die Abschaffung kostenfreier Corona-Tests. Im ZDF-«Morgenmagazin» sagte Chrupalla am Mittwoch: «Dass die Bürger für eine Verpflichtung, die der Staat gestellt hat, selber zahlen müssen, ist unverantwortlich.» Der AfD-Politiker betonte die Freiwilligkeit der Impfungen und sagte: «Hier kann es keine Impfpflicht durch die Hintertür geben.»

Bund und Länder hatten auf einer gemeinsamen Sitzung am Dienstag beschlossen, dass Corona-Schnelltests ab dem 11. Oktober nicht mehr kostenlos sein werden. Zudem beschloss der Gipfel auch ein Fluthilfepaket in Höhe von 30 Milliarden Euro.

Chrupalla sagte, das Hilfspaket sei «absolut» das richtige Signal. Das Geld müsse vor Ort aber auch im Katastrophenschutz eingesetzt werden. Dort seien «viele Fehler gemacht worden».

(dpa)

Medizinethikerin: Abschaffung kostenloser Bürgertests gerechtfertigt

04:50
11.08.2021
Die Göttinger Medizinethikerin Claudia Wiesemann sieht das Ende der kostenlosen Schnelltests für Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, als gerechtfertigt an. «Die Impfung gegen das Sars-Cov2-Virus stellt für alle Erwachsenen die einfachste und wirksamste Vorbeugungsmaßnahme dar. Da sie verträglich, verfügbar und kostenlos ist, ist der staatlichen Aufgabe, für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen, Genüge getan», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Bund und Länder hatten am Dienstag beschlossen, dass sich Nicht-Geimpfte im Kampf gegen eine neue große Corona-Welle auf mehr Testpflichten im Alltag einstellen müssen - und Schnelltests ab 11. Oktober in der Regel nicht mehr kostenlos sind. Gratis sollen Schnelltests nur noch für jene zu haben sein, die sich nicht impfen lassen können oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung gibt wie Schwangere und Unter-18-Jährige.

Der Staat müsse nicht für alle «Folgekosten einer alternativen Entscheidung oder eines individuell riskanten Lebenswandels aufkommen», sagte Wiesemann. Nach Ansicht der Medizinethikerin darf der Staat zwar nur in Ausnahmefällen Eingriffe unmittelbar in die körperliche Integrität der Bürgerinnen und Bürger vornehmen. Er könne ihnen aber Kosten aufbürden, die als Folge einer Verweigerung der Impfung entstehen, also etwa die eines Schnelltests. Eine «Impflicht durch die Hintertür» sei dies nicht.

(dpa)

Millionenmetropole Melbourne bleibt eine weitere Woche im Lockdown

04:49
11.08.2021
Die australische Millionenmetropole Melbourne bleibt eine weitere Woche im Lockdown. Die Regionalregierung habe diese Entscheidung getroffen, nachdem innerhalb von 24 Stunden weitere 20 Neuinfektionen bestätigt worden seien, teilte der Regierungschef des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, am Mittwoch mit. «Es gibt zu viele Fälle, deren Ursprung uns nicht klar ist, zu viele unbeantwortete Fragen, zu viele Mysterien, als dass wir jetzt sicher aus dem Lockdown herauskommen könnten», betonte er.

«Wenn wir jetzt aufmachen, dann werde die Fallzahlen innerhalb kürzester Zeit stark ansteigen», so Andrews. In anderen Teilen Victorias waren die Beschränkungen hingegen am Dienstag weitgehend aufgehoben worden.

Die Maßnahmen in Melbourne waren vor einer Woche verhängt worden. Es ist bereits der sechste Lockdown in der Stadt an der Ostküste seit Beginn der Pandemie. Die Menschen dürfen nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen.

Der seit Ende Juni geltende Lockdown in der schwer betroffenen Stadt Sydney und Teilen des Bundesstaats New South Wales war zuletzt bereits bis Ende August verlängert worden. Die Behörden verzeichneten hier am Mittwoch 344 neue Fälle.

Australien mit seinen 25 Millionen Einwohnern war wegen extrem strikter Regeln lange sehr erfolgreich im Kampf gegen die Pandemie. Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante häufen sich nun aber die Lockdowns. Zudem kommt die Impfkampagne auch wegen großer Skepsis in der Bevölkerung nur schleppend voran.

(dpa)

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