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Niedersachsen fordert Corona-Tests für Autofahrer an Grenzen

06:01
20.07.2021
Mit Blick auf das neue Corona-Risikogebiet Niederlande hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil den Bund aufgefordert, endlich Voraussetzungen für Kontrollen des Autoreiseverkehrs zu schaffen. «Wir sind der Auffassung, dass Tests, so wie wir sie aus unserem normalen Alltag kennen, bei jeder Einreise verlangt werden sollten. Und dass an der Grenze zumindest Stichproben vorgesehen werden», sagte der SPD-Politiker dem Bremer «Weser-Kurier» (Dienstag). Die Bundesregierung müsse dafür schnell die angekündigte Änderung der Einreiseverordnung umsetzen.

Die Grafschaft Bentheim habe bei den Inzidenzen gerade einen deutlichen Sprung nach oben gemacht und sei dadurch in Niedersachsen Spitzenreiter geworden. «Wenn man auf die geografische Lage schaut, liegt der Schluss nahe, dass die Nachbarschaft zu den Niederlanden dabei eine größere Rolle spielt.»

Impfverweigerer sollten nach Weils Auffassung künftig für Tests, die zum Zutritt in Restaurants, Kinos oder Veranstaltungen berechtigen, zahlen müssen. «Das ist eine denkbare Option», sagte der Regierungschef der Zeitung. «Jetzt gibt es für alle Bürgerinnen und Bürger die faire Chance, sich und auch die Gemeinschaft zu schützen, indem man sich impfen lässt. Wer das aus freier Entscheidung heraus nicht tun will, wird auch mit dem einen oder anderen Nachteil leben müssen.»

Inzidenz steigt seit zwei Wochen - Wert jetzt bei 10,9

04:55
20.07.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagmorgen lag sie bei 10,9 – am Vortag betrug der Wert 10,3 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Demnach haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 1183 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.01 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 646 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 34 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 26 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 746 410 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 641 000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91 397.

Delta-Variante des Coronavirus dominiert in Tschechien

17:48
19.07.2021
Die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus dominiert inzwischen das Infektionsgeschehen in Tschechien. Sie mache 70 bis 80 Prozent aller untersuchten Fälle aus, teilte die staatliche Gesundheitsbehörde SZU am Montag in Prag mit. Die einst vorherrschende Alpha-Mutante - auch als «britische Variante» bekannt - sei indes nur noch für zehn Prozent der Fälle verantwortlich.

In einem einzigen Fall wurde zudem eine neue, als «Delta Plus» bezeichnete Virusvariante festgestellt. Bei der Patientin habe es sich um eine 30 Jahre alte Frau aus der Verwaltungsregion Südmähren gehandelt, teilte die Gesundheitsbehörde mit. In ihrem Umfeld seien keine weiteren Infektionen aufgetreten, hieß es.

Die Zahl der Neuinfektionen blieb zuletzt auf einem niedrigen Niveau. Nach aktuellen Zahlen steckten sich innerhalb von sieben Tagen 15 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Coronavirus an. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis warnte indes vor Nachlässigkeit. «Die Delta-Variante ist hier», sagte der 66-Jährige. Er kritisierte, dass in Nachtklubs in Prag die Abstandsregeln missachtet würden: «Die Leute tanzen dort.»