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Weniger Corona-Fälle in Moskau - Beschränkungen zurückgenommen

11:41
19.07.2021
Trotz Tausender neuer Corona-Fälle nimmt die russische Hauptstadt Moskau Beschränkungen zurück. Seit Montag können in Europas größter Metropole mit schätzungsweise 15 Millionen Einwohnern auch Ungeimpfte wieder in Bars und Restaurants gehen. Das war zuvor nur möglich mit einem negativen PCR-Test und für Menschen nach einer Impfung mit einem QR-Code. Gaststätten beschwerten sich über ausbleibende Kundschaft. In Parks im Zentrum sammelte sich regelmäßig Müll an, weil dort viele etwa Fastfood verspeisten.

Bürgermeister Sergej Sobjanin begründete die Lockerungen mit der besser werdende Corona-Lage in Moskau. Am Montag meldeten die Behörden 4000 Corona-Neuinfektionen binnen einem Tag. Zuletzt waren es zu Spitzenzeiten mehr als 9000. 103 Menschen starben demnach mit dem Virus innerhalb von 24 Stunden. Landesweit wurden 764 Todesfälle gemeldet, ebenfalls weniger als zuletzt. Insgesamt gab es laut offizieller Statistik mehr als 24 600 Neuinfektionen.

Russische Forscher haben im Kampf gegen die Pandemie mehrere Impfstoffe entwickelt. Viele Menschen in Russland sind skeptisch und lehnen eine Immunisierung ab. In mehreren Regionen gibt es eine Impfpflicht für Angestellte bestimmter Berufe. In Moskau bildeten sich zuletzt mitunter lange Warteschlangen vor den Impfstationen.

Sieben-Tage-Inzidenz verharrt auf niedrigem Niveau

10:55
19.07.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Thüringen ist weiter relativ stabil. Der Wert lag nach Daten des Robert Koch-Instituts am Montag bei 3,8 und damit nur leicht über dem von Sonntag mit 3,7. Am vergangenen Freitag betrug er 3,4. Dabei ist zu berücksichtigen, dass möglicherweise am Wochenendes nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten übermitteln haben.

Thüringen gehört bei der Inzidenz - also der Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche - weiterhin zu den Bundesländern mit den niedrigsten Werten. Nach den Daten des Robert Koch-Instituts gab es innerhalb einer Woche im Freistaat 82 Neuinfektionen mit dem Coronavirus, innerhalb von 24 Stunden von Sonntag zu Montag wurden sechs Fälle registriert.

Problematischer als im Landesdurchschnitt bleibt die Lage im Kreis Hildburghausen an der Landesgrenze zu Bayern mit einer Inzidenz von 28,5. Exakt diesen Wert wies nach den Daten auch die Region Bamberg in Franken auf. Beide gehörte damit am Montag zu den zehn Regionen in Deutschland mit den höchsten Werten. Keine Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen verzeichneten in Thüringen die Städte Weimar und Eisenach sowie der Ilm-Kreis und die Kreise Sömmerda und Sonneberg.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gab das Robert Koch-Institut mit 10,3 an (Vortag: 10). Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen. Künftig sollen daneben weitere Faktoren wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.