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Altmaier fordert mehr Disziplin in Corona-Krise

11:01
14.07.2021
Einen erneuten Lockdown in der Corona-Krise gilt es aus Sicht von Wirtschaftsminister Peter Altmaier unbedingt zu verhindern. Der CDU-Politiker sagte der «Augsburger Allgemeinen» (Mittwochausgabe), das müsse auf jeden Fall vermieden werden. «Deshalb sehe ich mit Sorge, dass die Disziplin ein bisschen nachlässt, dass in geschlossenen Räumen keine Masken mehr getragen werden, dass der Abstand bei vielen Veranstaltungen schon wieder sehr gering wird.»

Altmaier sagte weiter: «Wir haben Gott sei Dank immer noch Infektionszahlen, die sehr niedrig sind. Vor allen Dingen ist die Auslastung unserer Krankenhäuser und Intensivbetten derzeit auf einem für die Pandemie außergewöhnlich niedrigen Niveau. Aber: Ich glaube, dass wir alle gut beraten sind, die nötigen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Das ist besser, als darüber zu spekulieren, was man macht, wenn ein Lockdown notwendig werden sollte oder nicht.»

Deutschland sei in dieser Situation besser geschützt als im letzten Jahr im Herbst und besser geschützt als im letzten Jahr im Frühjahr, dank der Erfolge beim Impfen. «Aber dazu gehört auch, dass wir uns anstrengen und dass wir mehr Menschen dazu bewegen, sich freiwillig impfen zu lassen», so der Minister. «Denn im Augenblick ist es rund die Hälfte der Bevölkerung, die geimpft ist, und wir brauchen mindestens 70 bis 80 Prozent, damit das Virus dauerhaft in Deutschland keine Chance hat, eine neue große Welle auszulösen.»

Er glaube, es gebe nach wie vor genügend Menschen, die bereit wären, sich impfen zu lassen - «wenn man sie über die Risiken informieren würde, wenn man ihnen sagen würde, dass sie bei einer Infektion ein hohes Risiko laufen, diese Ansteckung nicht zu überleben». Da gebe es noch ganz viel, was man tun könne, auch an mobilen Impfstationen.

Corona-Inzidenz in Thüringen steigt weiter leicht an

10:13
14.07.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Thüringen ist wieder leicht gestiegen. Am Mittwoch lag der Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 2,9, nachdem sich am Dienstag rechnerisch 2,5 Menschen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit Corona neu infiziert hatten. Trotz der leichten Tendenz nach oben ist das weiter einer der niedrigsten Werte deutschlandweit. Der Bundeswert wurde am Mittwoch vom RKI mit 7,1 (Vortag 6,5) angegeben.

Von Dienstag zu Mittwoch meldeten die Thüringer Gesundheitsämter insgesamt 24 Neuinfektionen. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz landesweit weist laut Staatskanzlei Hildburghausen mit 20,6 auf, gefolgt von Greiz mit 14,4 und dem Altenburger Land mit 13,3. In 9 der 23 Landkreise und kreisfreien Städte lag die Inzidenz bei 0.

Im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind seit Pandemiebeginn 4357 Menschen gestorben, 13 davon in den vergangenen sieben Tagen.