Letztes Update:
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63.000 Impfdosen liegen in Mecklenburg-Vorpommern auf Halde

21:00
21.07.2021
In den Kühlschränken der Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern lagern rund 63.000 Corona-Impfdosen. Das teilte das Gesundheitsministerium  mit. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales meldete am Mittwoch 9.130 Impfungen, zwei Wochen zuvor waren es noch fast 15.600 gewesen. Der Vorrat an Vakzinen könnte weiter wachsen, wenn die Impfmüdigkeit anhält. In dieser Woche sollen 42.750 Dosen vom Bund geliefert werden, nächste Woche 48.600.

Ab Mitte August soll dann nicht mehr nach Anteil an der Gesamtbevölkerung geliefert werden, sondern nach Bestellung. Das haben die Gesundheitsminister der Länder so beschlossen. Der Bund will nicht benötigten Impfstoff an Drittstaaten spenden. Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) erneuerte seinen Appell an die Menschen im Land, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. "Jeder der will, kann eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Auch mit Hinblick auf eine mögliche vierte Welle wegen der Delta-Mutation macht es Sinn, sich impfen zu lassen", erklärte er.

dpa

Fast 162 Millionen US-Bürger vollständig geimpft

20:10
21.07.2021
In den USA sind inzwischen fast 162 Millionen Menschen vollständig geimpft, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilte. Insgesamt seien über 339 Millionen Dosen verabreicht worden. Knapp 187 Millionen Menschen seien mindestens einmal geimpft worden. In den USA leben 328 Millionen Menschen. 

dpa

Tunesiens Gesundheitsminister nach Ansturm auf Impfzentren gefeuert

19:39
21.07.2021
Tunis - Tunesiens Gesundheitsminister Faouzi Mehdi muss wohl wegen einer umstrittenen Corona-Impfeinladung für alle volljährigen Bürger des Landes seinen Posten räumen. Ministerpräsident Hichem Mechichi entließ ihn zwar ohne Nennung konkreter Gründe - er zeigte sich aber entsetzt über eine von Mehdi ins Leben gerufene Öffnungsaktion für alle Impfzentren.

Am Montag hatte Mehdi angekündigt, dass anlässlich des Opferfestes am Dienstag und Mittwoch allen Bürgern ab 18 Jahren der Zugang zu den 29 Impfzentren des Landes erlaubt wird. Alle Impfwilligen sollten immunisiert werden - solange der Vorrat reicht. Die Folge: Es kam zu Massenaufläufen und mitunter zu Sachbeschädigungen, in mehreren Fällen musste die Polizei einschreiten. Tunesiens Bestände an Corona-Impfdosen sind äußerst knapp, nicht einmal acht Prozent der Bevölkerung sind bislang vollständig geimpft.

Angesichts der gesundheitlichen Gefährdung der Bürger während der Aktion könne sie als «kriminell» eingestuft werden, sagte Ministerpräsident Mechichi der staatliche Nachrichtenagentur TAP zufolge. Sie sei nicht abgesprochen gewesen. Inzwischen wurde die Aktion gestoppt.

Tunesien mit seinen rund 11,5 Millionen Einwohnern ist hart von der Pandemie getroffen worden, das Land registriert täglich tausende neue Corona-Fälle. Rund ein Drittel aller Corona-Tests im Land fällt positiv aus. Mehr als 17 000 Menschen sind bereits an oder mit dem Virus gestorben.

dpa